Executions in 2013: min. 778 plus 'thousands' in China

Gästebuch

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Gabi Uhl

Thursday, 06-02-14 22:32

@ Gerd Schober: Ich persönlich habe keine übertriebenen Hoffnungen, was den Erfolg von Petitionen angeht. Es ist, glaube ich, aber weniger eine Frage, woher der einzelne Unterzeichner kommt, sondern eine Frage der Menge der Unterschriften. In wenigen besonders populären Fällen wurden schon sechsstellige Zahlen erreicht, auch eine fünfstellige Zahl ist schon eindrucksvoll, und in solchen Fällen wurden schon Umwandlungen von Urteilen bewirkt.

Der Großteil der Petitionen kommt allerdings nicht auf so hohe Zahlen von Unterzeichnern, und da setzen viele bestenfalls ein kleines Zeichen, ohne viel zu bewirken. Aber man sagt ja: "Steter Tropfen höhlt den Stein", deshalb unterzeichne ich auch die Petitionen, die weniger vielversprechend sind. Und wenn es nur ein Zeichen für den Gefangenen setzt, dass es einige Menschen gibt, die sich für ihn einsetzen.

Auf unserer Frontseite haben wir in der Regel Petitionen von anerkannten Organisationen wie Amnesty International, die entsprechend seriös sind und einen größeren Adressatenkreis erreichen. Die Ohio-Petition, die im Moment auf unserer Website steht, stammt von der NCADP - National Coalition to Abolish the Death Penalty. Das ist die größte Organisation dieser Art in den USA, und die IgT ist Mitglied dieser Gruppierung. Hier unterschreiben überwiegend US-Amerikaner, aber es dürfen eben auch wir aus Europa Unterstützung anbieten.

Wenn viele US-Amerikaner nicht viel darauf geben, was wir Europäer denken, ganz egal ist es aber doch nicht. US-Botschafter in Europa beobachten genau, was man hier über die USA denkt und berichten das auch in ihre Heimat. Oder anderes Beispiel: Als die USA die Todesstrafe für Minderjährige 2005 abgeschafft haben, wurde in der Begründung darauf verwiesen, wie dies weltweit beurteilt wird - es gibt also schon Fälle, wo die USA darauf schauen, wie sie von anderen Ländern gesehen werden.

Von daher: Auch wenn die Petitionen vermutlich nur in wenigen Einzelfällen in dem Maß etwas bewirken, wie wir es wünschen, ist es nicht verkehrt, sich dennoch auf dem Gebiet zu engagieren, zumal es ja auch so einfach und nur mit wenig Aufwand verbunden ist. An Ihrer Stelle würde ich deshalb damit weitermachen.

 

Jessica R.

Monday, 27-01-14 17:25

@Sanja Tönnese:
Ihre Einstellung kann ich gut verstehen; es ist sicherlich nicht jedermanns Sache, sich näher mit dem Täter zu beschäftigen, und selbst bei denen, die grundsätzlich nicht für die Todesstrafe sind, hat dieses Thema oft nicht gerade oberste Priorität - auch aus den von Ihnen genannten nachvollziehbaren Gründen.

Zu der Frage, ob ein Einsperren über 40, 50 Jahre besser sei...

Mangels eigener Erfahrung (Gott sei Dank) kann ich da jetzt nur Rückschlüsse aus dem Verhalten der meisten Todeskandidaten ziehen, die in der Regel doch versuchen, ihr Todesurteil umgewandelt zu bekommen, auch wenn das Lebenslänglich dann wörtlich zu verstehen ist. Es scheint also so zu sein, daß man sich irgendwie mit dem Gefängnisleben als dem eigenen Umfeld arrangieren KANN.
Mag aber auch sein, daß es einige Leute gibt, die das ganz anders sehen, denn es gibt ja auch Todeskandidaten, die sämtliche Rechtsmittel zurückziehen.

Für ein "Rauskommenlassen" bin ich übrigens in so schwerwiegenden Fällen wie den beiden von Ihnen genannten und bei anderen Serienmördern auch nicht.

 

Gerd Schober

Sunday, 26-01-14 16:06

Ich habe mal eine Frage.

Auf eurer Startseite werden Online-Petitionen empfohlen. Auch ich unterzeichne oft, frage mich aber, ob die Unterschrift eines Ausländers überhaupt zählt. Das sind schließlich innenpolitische Themen und man wird sich möglicherweise (etwa in Ohio) diese "Einmischung" aus dem Ausland bestenfalls verbitten oder schlimmstenfalls mit einer "Jetzt erst recht"-Haltung reagieren.

Wie seht ihr das? Gibt es Erfahrungen hinsichtlich der Reaktion der Staaten?

Mit freundlichen Grüßen
Gerd Schober

 

Sanja Tönnese

Friday, 17-01-14 21:47

Ob es einen Sinn macht, Menschen wegen ihrer Verbrechen hinzurichten ist fraglich....jedoch bin und bleibe ich mit meinen Emotionen zuerst mal beim Opfer, nicht beim Täter. Jeder Mensch besitzt ein Unrechtsbewusstsein, Jeder Mensch kann entscheiden, wie er sein Leben gestalten und Leben möchte. Wer sich auf die schlimmste Weise strafbar macht, nämlich einem anderen das Leben zu nehmen, sucht sich letztlich sein Schicksal selbst aus. Sorry...aber ich kann nur wenig Sympathien einem Menschen entgegenbringen, der das Leid der Opfer und das der Angehörigen billigend in Kauf nimmt, um die eigenen perversen Phantasien zu befriedigen. Ich erinnere kurz an Ted Bundy oder an Ronald Phillips, der ein dreijähriges Kleinkind vergewaltigte und brutal tötete. Warum sollte solch ein Mensch je wieder rauskommen? Und was ist die Alternative zur Todesstrafe? Ist es besser einen Menschen 40,50 oder mehr Jahre einzusperren?
Jeder der Kinder hat ist sicherlich nicht traurig, wenn solche Menschen nicht mehr in die Gesellschaft gelassen werden!

 

Paul-Moritz Borchert from Hannover

Tuesday, 15-10-13 23:00

Sehr geehrte Frau Jessica R. natürlich darf man die inhaftierten nicht über einen Kamm scheren da gebe ich ihnen recht dennoch finde ich das es eine selbstverliebte form von Gerechtigkeit ist zu sagen ich bestrafe jemanden damit das ich ihm jede form von menschlicher Entfaltungsfreiheit nehme und mich damit brüste, das ich human gehandelt habe. Eine solche Form der Bestrafung gleicht der Folter. Einen Menschen sein ganzes leben in einen raum zu sperren ist falsche Moral und führt letztendlich auch zum Tod was eine Gleichsetzung der Todesstrafe bedeutet. hochachtungsvoll. Paul-Moritz Borchert









 
 

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