Hinrichtungen 2013: min. 778 plus 'Tausende' in China

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Michael Rennings aus Ludwigshafen

Freitag, 24-05-13 17:08

Sehr geehrte Frau Jessica R.

Vielen Dank für Ihre schnelle un ehrliche Antwort

Leider kann ich Ihre Ausführungen zu meinem Artikel
auf den sich dieses hin und her
bezieht nicht ganz teilen.

Nun ja treffen wir uns halt in der Mitte, und beenden das Ganze, dass langsam infantile Züge annimmt.

Ausserdem könnte es sonst sein, dass diese Webseite
bald schliessen müsste, weil sich alle Befürworter der Todesstrafe über uns totgelacht haben.

Nein natürlich nicht.

Kommen wir wieder auf den Boden der Tatsachen,
und besinnen wir uns, um was es hier geht.

Nämlich um dass von nicht wenigen gewünschte,
per Gesetz durch den Staat angeordnete und ausgeführte,gezielte und vorsätliche, legalisierte töten, ja eigentlich ermorden von Mensch
en.

Der Todesstrafe halt.

Und überlegen wir uns weiterhin, was jeder einzelne von uns dagegen tuen kann.

Gruss an alle

Bis irgendwann

Michael Rennings

 

Wilfred Hugnagel aus Deggendorf

Dienstag, 21-05-13 15:43

Warum man für die Todesstrafe ist

Die beste Möglichkeit ein guter Menschen zu sein, ist den anderen schlecht zu machen. Wir tun das täglich, von Hoeneß bis Tommy Lynn Sells. Je übler einer ist, desto besser ist man selbst; relativ gesehen, denn man bleibt was man ist. Der Mörder oder Kinderschänder ermöglicht es den Gipfel der eigenen Hochmut zu erklimmen. Die sind so schlecht, daß man selbst vergleichsweise zum Heiligen mutiert. Über diese Schlechtigkeit echauffiert man sich nun hysterisch, denn hier gibt es die einzigartige Chance abgrundtief böse und zugleich scheinheilig gut zu sein. Plötzlich darf man gemeinschaftlich töten und wird nicht bestraft. Voilà, nur her mit Teer und Federn, jetzt kann man sich schadlos halten, Verletzungen die das Leben schlug am willfährigen Opfer rächen, Frustrationen abbauen bis der Tod eintritt.

In allem was da sonst noch genannt wird, von der Religion bis zur Abschreckung, von der Gerechtigkeit bis zur befangenen Empathie mit dem ersten Opfer, haben wir nur stümperhafte Entschuldigungen vor uns. Denn wir wissen doch, daß Töten falsch ist – oder? Es ist das schlechte Gewissen, das auf Transzendenz, Metaphysik und Justiz verweist. Und da wir alle eitel und zuweilen frustriert sind, tragen wir auch alle die Sehnsucht nach dem Opfer für unsere Verletzungen in uns. Die Dinge sind wie sooft viel einfacher als sie scheinen.

Warum man für die Todesstrafe ist? Eitelkeit und Frustration.

Mit freundlichen Grüßen
Wilfred Huhnagel

 

Jessica R

Montag, 20-05-13 18:44

@Herr Michael Rennings:
Religiöse Gründe.
Und zwar ausschließlich religiöse Gründe.
Und genau deshalb hebe garantiert auch nicht ich Sie auf irgendein Podest, das haben Sie mit dem Ton, in dem Sie geschrieben haben, selbst getan.
Vielleicht sollten Sie vor dem Posten kurz überlegen, wie Ihre Art zu schreiben bei anderen ankommt?

 

Michael Rennings aus Ludwigshafen

Samstag, 18-05-13 02:02

Hallo zusammen,

Noch einmal möchte ich mich für längere Zeit hier im Gästebuch äussern.

Natürlich MUSS man nicht meiner Meinung im Bezug auf die Todesstrafe und prinzipiell überhaupt nicht sein.

Auch habe ich nie gesagt das die Befürworter der Todesstrafe nicht klar denken können.

Sehr geehrte Frau Jessica R.

Ich bin erstaunt wie viel Bedeutung Sie meinem letzten Artikel beimessen, und mit welcher Vehemmenz
Sie darlegen dass niemand meiner Meinung sein muss.

Noch einmal natürlich MUSS das niemand, und es wäre
schlimm wenn dies so wäre.

Sie heben mich da auf ein Podest wo ich nicht hingehöre

Ich bin doch nicht dass Maas aller Dinge, oder der liebe Gott, und schon gar kein Engel.

Natürlich akzeptiere ich die Meinung anders denkender, doch verstehen muss ich sie desshalb noch lange nicht.

Denn ich habe nun mal eine eigene Meinung, die ich weiterhin unverblümt äussern werde, und die nun mal beinhaltet, dass erweitert gesagt, ich nicht verstehen kann, dass jemand nach fast siebzig Jahren
Abwesenheit für die erneute Wiedereinführung der Todesstrafe in Deutschland ist .

Und als ich geschrieben habe ab welchem Delikt und ab welchem nicht die Todesstrafe dann greifen soll, wollte ich auf die Gefahr hinweisen dass wenn die Todesstrafe erst einmal eingeführt ist, die Mächtigen die das sagen haben dann diese Delikte
ausweiten können wie immer sie das wollen.

Z.B Landessverat, Hochverrat, und falls es zu einem Krieg kommt dessertieren oder ähnliches.

Ausserdem könnte die Todesstrafe auch zum Ausschalten politisch anders denkender benutzt werden, wie wir es ja schon einmal hatten.

Ich glaube kaum, dass ein Hardliner der die Todesstrafe befürwortet sich durch meinen letzten Artikel umdrehen lässt.

Doch wenn ich auch nur einen der sich nicht sicher ist dazu bringe ein Gegener der Todesstrafe zu werden, dann hatt mein Artikel schon seinen Zweck erfüllt.

Oder ?

Aber ich will heute nicht soviel schreiben, und dies ist kein Platz um sinnlose Gefechte auszutragen.

Meiner Meinung nach ist es egeal warum jemand gegen die Todesstrafe ist, die Hauptsache er ist es.

Trotz allem freue ich mcih darüber dass hier endlich wieder Diskussionen statfinden, denn davon lebt dass Gästebuch.

Jedoch eines noch an Frau Jessica R.

Es würde mich persönlich Interessieren was Ihre Argumente gegen die Todesstrafe sind.

Nehmen Sie dies bitte nicht als Angriff auf Sie war
dass ist es wirklich nicht, im Gegenteil villeicht kann ich etwas von Ihnen lernen und das meine ich sehr ernst.

Gruss an die Betreiber dieser Webseite,

und an ALLE hier im Gästebuch.


Michael Rennings





 

Gabi Uhl

Freitag, 17-05-13 10:42

Sehr geehrter Herr Michael Meyer,

von Seiten des Vereins "Initiative gegen die Todesstrafe e.V." möchte ich zu Ihrem Gästebucheintrag das Folgende anmerken. Wir respektieren Ihre Meinung, wenn Sie sich die Todesstrafe für Deutschland wünschen und unseren Einsatz nicht nachvollziehen können.

Jedoch muss ich verschiedene Ihrer Aussagen korrigieren oder präzisieren:

1. Die Allgemeinheit kommt zwar für Haftstrafen auf, jedoch kostet die Todesstrafe in einem demokratischen Land wie USA rund das Dreifache im Vergleich zur lebenslangen Haftstrafe.

2. Verurteilte Mörder werden bei uns nicht einfach nach 15 Jahren freigelassen. Nur wenn nicht die besondere Schwere der Schuld festgestellt wurde, kann ein zu lebenslanger Haftstrafe verurteilter Täter nach 15 Jahren erstmals einen Antrag auf Aussetzung der Reststrafe zur Bewährung stellen. Im Schnitt sitzen Lebenslange über 20 Jahre, und manche tatsächlich bis zu ihrem Tod, wenn die Anträge auf Bewährung jeweils abgelehnt werden.

3. Die Rückfallquote bei Tötungsdelikten betrug in Deutschland in den Jahren 2004 bis 2007 einer Studie zufolge 0,3 Prozent. So viel zu Ihrer Frage, weshalb die Allgemeinheit für "solche Leute" aufkommen und sie nach 15 Jahren freilassen soll, damit sie erneut rückfällig werden.

Niemand aus unserem Verein vertritt im übrigen die Meinung, man müsse Täter in den Vordergrund stellen. Manche von uns sind auch Mitglied im "Weißen Ring". Ich vermute, dass Sie sich ebenfalls dort engagieren oder in einer vergleichbaren Organisation? Darüber hinaus arbeitet unser Verein z.B. mit "Journey of Hope" in den USA zusammen, einer Organisation, der es gezielt um Täter UND Opfer geht.

Mit freundlichen Grüßen
Gabi Uhl
- Initiative gegen die Todesstrafe e.V. -

 
 

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