Hinrichtungen 2013: min. 778 plus 'Tausende' in China

Angebote für Schulen

Teilnahme an einer Tour

Die Initiative gegen die Todesstrafe e. V. hat bereits drei Touren mit interessanten Rednern zum Thema organisiert. Wir hatten Menschen nach Deutschland eingeladen, die selbst über Jahre unschuldig im Todestrakt waren, einen Familienangehörigen im Todestrakt haben oder Angehörige eines Mordopfers sind und sich trotzdem gegen die Todesstrafe aussprechen.

Diese Redner erzählten ihre Geschichten auch in Schulen. Von den Rückmeldungen der Schulen wissen wir, dass ihre Schüler hiervon immens profitiert haben.

Sicherlich kostet so eine Tour sehr viel Geld und wir haben auch die Schulen gebeten, sich an den Kosten zu beteiligen. Doch es bestand auch für Schulen, die sich dies selbst nicht leisten konnten, die Möglichkeit, über Sponsoren mit an der Tour teilzunehmen und die Redner auch an ihre Schule zu bekommen. 

Falls Sie Interesse haben sollten, sich selbst an einer solchen zukünftigen Tour zu beteiligen, dann senden Sie uns bitte eine e-mail  und wir werden Sie kontaktieren, wenn wieder eine Tour geplant wird.

Vorträge

In einigen Gegenden Deutschlands bieten Mitglieder von uns an, in Schulen zu kommen und hier Vorträge zum Thema Todesstrafe zu halten. Zum Beispiel hält diese Vorträge im Rhein-Main-Gebiet Frau Gabi Uhl, die selbst schon Zeuge zweier Hinrichtungen war.

Sollte hierzu Interesse bestehen, dann schreiben Sie uns bitte eine  e-mail und geben Sie uns mit an, in welchem Ort Ihre Schule liegt.

 

Unterrichtsmaterialien

Während unserer Tour mit den Mitgliedern der Journey of Hope im Jahr 2009 wurde in Hamburg in Zusammenarbeit mit Amnesty Hamburg und Harms Film ein 23-minütiger Film speziell für die Arbeit in Schulen und mit Jugendgruppen gedreht. Der Film ist zweisprachig Englisch/Deutsch. 

Diesen Film stellen wir Schulen gerne zur Verfügung. Wir bitten hierbei lediglich, im Gegenzug zu den Unkosten (Brennen der DVD, Versand des Films) eine Spende von 5 Euro an entweder eine Amnesty-Gruppe Ihrer Wahl oder die Initiative gegen die Todesstrafe e.V. zu überweisen. 

Eine kurze Vorschau zum Film sehen Sie hier:

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Sonstige Unterrichtsmaterialien

Eines unserer Mitglieder hat eine ausführliche Liste mit zum Thema Todesstrafe verfügbaren Unterrichtsmaterialien zum Thema Todesstrafe zusammengestellt. Diese Liste finden Sie hier.

Zwei unterschiedlich ausführliche Vokabel-Listen mit den englischen Fachbegriffen zum Thema Todesstrafe sind hier in unserer Website zu finden.

Das amerikanische Death Penalty Information Center hält auf seiner Webseite immer eine Datei mit den neuesten Zahlen und Statistiken zum Thema Todesstrafe in den USA bereit. Diese englischsprachige pdf kann gut im Unterricht als ergänzendes Material verwendet werden und ist vom Death Penalty Information Center auch zur freien Verwendung freigegeben.

Zusätzlich finden Sie hier ein kurzes Quiz in englischer Sprache zum Thema Todesstrafe in den USA. Es darf für pädagogische Zwecke heruntergeladen und vervielfältigt werden.

Theaterstücke

Dead Man Walking  

Das Schultheaterprojekt DEAD MAN WALKING vereint die Kraft von Theaterkunst und akademischem Studium zu einem nationalen Diskurs über die Todesstrafe und ersetzt Ignoranz, Apathie und Zynismus unter jungen Leuten im Hinblick auf die Todesstrafe durch Information, Selbstprüfung und Inspiration.  

Schwester Helen Prejean, eine international angesehene Menschenrechtsaktivistin und die Autorin von „Dead Man Walking“, kam die Idee im Jahr 1998 nach Lektüre eines Artikels aus einem New Yorker Magazin, in dem stand, dass das Stück „Tod eines Handlungsreisenden“ von Arthur Miller eine Million Mal aufgeführt worden war. Millers Stück würde jeden Tag irgendwo auf der Welt aufgeführt, so der Artikel. Schwester Helen erkannte, dass wenn „Dead Man Walking“ in ein Theaterstück umgewandelt werden könnte, es auch endlos wiederholt werden könnte und so seinen Einfluss vergrößern könnte. 

Schwester Helen rief ihren Freund Tim Robbins an, der die Filmversion ihres Buchs geschrieben und produziert und auch Regie geführt hatte, und lud ihn ein, aus ihrer Geschichte ein Theaterstück zu machen. Tim nahm die Einladung und Herausforderung an und kreierte alsbald eine starke Bühnenadaption. 

Doch anstelle das Stück auf dem Broadway aufzuführen, entschloss sich Tim, das Stück als Mittel einzusetzen, damit die Schüler und Studenten an High Schools und Colleges in den USA genauer über die Todesstrafe nachdenken. Er forderte, dass Schulen, die das Stück aufführen möchten, damit einverstanden sein müssen, dass mindestens zwei andere akademische Abteilungen (Recht, Soziologie, Strafrecht, etc.) Kurse über die Todesstrafe und „Dead Man Walking“ anbieten. Die Abteilungen Kunst und Musik wurden auch dazu angehalten, entsprechende kreative Projekte zu entwickeln. Diskussionsgruppen, Gefängnisbesuche und andere Aktivitäten wurden bald in das Angebot aufgenommen. 

Seit Einführung des Projekts im Herbst 2003 haben mehr als 170 High Schools und Colleges im ganzen Land das Stück aufgeführt, akademische Kurse über die Todesstrafe abgehalten und das Thema auf ihren Campussen durch Kunst, Musik sowie öffentliche Erziehung und Aktionen behandelt. 

Um mehr über das Theaterproject zu erfahren oder um sich anzumelden, senden Sie bitte eine E-Mail an den nationalen Koordinator, Steven Crimaldi unter playcoordinator@dpdiscourse.org

Anmerkunkung: Folgende Kosten entstehen: Einmalig eine Registrierungsgebühr von 300 - 1000 US$ (je nach Größe der Schule) und eine Lizenzgebühr von 75 US$ pro Aufführung.

Gnadenstoß  

Lukas Jan Reinhard hat ein Theaterstück zum Thema Todesstrafe geschrieben. 'Gnadenstoß' ist gleichzeitig Psychodrama und Appell gegen die Todesstrafe. 

Herr Reinhard stellt das Stück zu bestimmten Konditionen zur Aufführung zur Verfügung. Wenn Sie Interesse an der Aufführung seines Stückes haben, setzen Sie sich bitte per e-mail mit ihm in Verbindung.

Besuch einer Justizvollzugsanstalt

Ein wichtiger Teil der Arbeit gegen die Todesstrafe ist auch die Aufklärung über die Bedeutung des Strafvollzugs. Ein Mensch, der nicht abschätzen kann, dass humaner Strafvollzug – selbst im offenen Vollzug – eben KEIN Aufenthalt in einem Luxushotel ist, wird sich auch schwer tun, die Todesstrafe für die schlimmsten Verbrechen abzulehnen. 

Viele Justizvollzugsanstalten bieten Gruppen und Schulklassen Führungen durch die Anstalt an oder haben einen „Tag der offenen Tür“, an dem man die Anstalt besichtigen kann. Während dieser Führungen wird über den Strafvollzug aufgeklärt.  

Suchen Sie nach einer Justizollzugsanstalt in Ihrer Nähe und fragen Sie an, ob auch in dieser Anstalt eine Führung möglich wäre und welche Bedingungen hieran geknüpft sind!

Schulprojekte

Hier nur einige Beispiele, wie so ein Schulprojekt aussehen könnte:

  • Eine Arbeitsgemeinschaft könnte über Jahre hinweg zum Thema aufklären und informieren.
  • Eine Ausstellung (entweder in der Schule oder auch öffentlich) zum Thema könnte organisiert werden.
  • Eine Schulklasse könnte – gemeinsam mit ihren Lehrern – einem Gefangenen im Todestrakt schreiben und so einerseits mehr über das Leben dort erfahren und andererseits auch diesem Gefangenen ein wenig mehr Leben in dessen Alltag bringen. Wenn Sie dies möchten, dann nennen wir Ihnen gerne Adressen von Gefangenen, die bereit wären, bei einem solchen Projekt mitzuarbeiten.  

Sollten Sie ein bestimmtes Projekt im Hinterkopf haben und bei der Durchführung Fragen haben oder Hilfe benötigen, dann helfen wir gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten.

Seminararbeiten, GFS, etc.

Geben Sie Ihren Schülern für Seminararbeiten, GFSs oder ähnliches das Thema Todesstrafe.   

Auch in Deutschland wächst (leider) die Akzeptanz höherer Strafe, auch in Deutschland ist gerade die Aufklärungsarbeit unheimlich wichtig.

Petitionen retten Leben

"Ich weiss, dass Sie etwas bewirken können, denn Menschen wie Sie haben Paula Coopers Leben gerettet." (Bill Pelke)

Mit Ihrer Unterschrift können auch Sie dazu beitragen, Menschen das Leben zu retten. Aktuelle Petitionen finden Sie hier.

 

Haben Sie Fragen?

Gerne beantworten wir Ihre Fragen rund um das Thema Todesstrafe.

Antworten zu den am häufigsten gestellten Fragen haben wir Ihnen bereits in den FAQs zusammengetragen. Sollten Sie hier die Antwort auf Ihre konkrete Frage nicht finden, dann schreiben Sie uns bitte eine e-mail.