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16.05.2017 | Alabama: Beschleunigung der Anträge könnte ernsthafte Probleme aufwerfen

Alabamas Gesetzgebung plant eine Beschleunigung der Berufungsprozesse eines zum Tode verurteilten Insassen. Das Risiko, einen Unschuldigen hinzurichten, steigt dadurch deutlich an, so die Präsidentin der American Bar Association (ABA) Linda A. Klein.

In einem Brief seitens der ABA an den Senat und das Repräsentantenhaus macht Linda Klein ihre Haltung bezüglich der geplanten Gesetze (H.B. 260 und S.B. 187) deutlich. Beim sog. „Fair Justice Act“ seien Fehler vorprogrammiert und es könnte dazu führen, dass künftig vermehrt Unschuldige hingerichtet werden.
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Eine Version des Gesetzesentwurfes besagt, alle Anträge und Berufungen seien innerhalb von 180 Tagen einzureichen, eine andere Version - die des Senats - sieht eine Zeitspanne von einem Jahr vor.
Diese Deadline mache Alabama zu einem Aussenseiter, so ABA. Außerdem erschwere es zusätzlich die Arbeit des Anwalts, der bemüht ist, den Fall eingehend zu untersuchen, um seinen Klienten bestmöglich verteidigen zu können.

Die ABA respektiere die Wichtigkeit der endgültigen und auch gerichtlichen Effizienz, dennoch sollte bei Fällen, bei denen Leben auf dem Spiel stehen, die Schnelligkeit nicht die oberste Priorität  sein. Im Vordergrund sollten grundsätzliche Fairness und Genauigkeit bei den Verurteilungen stehen.

Quelle:
http://www.nbcnews.com/storyline/lethal-injection/j-w-ledford-fights-reprieve-or-firing-squad-execution-eve-n759706
(15.05.2017, Debra Cassens Weiss)




www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de