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14.11.2016 | Alabama: Todeskandidaten kosten zu viel Geld

Alabamas Staatsbeamte kritisieren die enormen Kosten, die für einen Todeskandidaten aufgrund der langen Wartezeiten und ewigen Berufungen entstehen. Diese Zeiten sollen nun deutlich verringert werden.

Die Gesetzgebung sollte sich entscheiden, was sie tun will, so der Republikaner Lynn Greer. Die Todesstrafe sei nun mal da und wenn diese nicht durchgeführt würde, sollte man diese speziellen Gesetze abschaffen.

Der Fall von Thomas Douglas Arthur, der seit 33 Jahren im Todestrakt sitzt, sei nur ein Beispiel dafür, wie lange sich der Zeitraum von der Verurteilung bis zur Hinrichtung hinziehen kann. Arthur, der einer der am längsten in Haft befindlichen Todeskandidaten ist, konnte erst kürzlich seiner Hinrichtung temporär entkommen, zum siebten Mal.
Millionen Dollar seien für seine unendlichen Berufungen geflossen. Millionen, die die Steuerzahler zu leisten haben.

Nun arbeitet Greer mit anderen Verantwortlichen daran, die Zeiten bis hin zu einer Hinrichtung zu verkürzen. Augenblicklich könne es bis zu 25 Jahren dauern, bis es zu einem Hinrichtungstermin kommt. Die durchschnittliche Wartezeit beträgt laut des Staatsanwaltsbüros in Alabama ungefähr 15,5 Jahre. Im Vergleich sind es etwas über 10 Jahre in Texas.

Von den unnötigen Kosten abgesehen, sei es auch für die Opferfamilien eine Qual, immer und immer wieder mit Hinrichtungsterminen, Aufschüben und weiteren Berufungen konfrontiert zu werden.

Sherri Stone, die Tochter von Arthur, ist gegen die Todesstrafe und würde sie gern abgeschafft sehen. Wenn ein Täter lebenslang hinter Gittern käme, könnte ebenfalls ein Auf- und Ab der Opferfamilien verhindert werden und beide Seiten könnten ihr Leben wiederaufnehmen.

Quelle mit ausführlichem Bericht:

http://www.timesdaily.com/news/local/officials-too-much-time-money-spent-on-death-row/article_1e53d19b-1999-5c7f-985a-f9dbf89fa574.html
(13.11.2016, Mary Sell Montgomery Bureau)




www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de