Hinrichtungen 2018: min. 690 plus 'Tausende' in China

News

06.06.2017 | Arizona: Veränderungen im Hinrichtungsprotokoll

Künftig könnte es einige Veränderungen im Hinrichtungsprotokoll von Arizona geben. Ein aktuelles Protokoll wurde erst kürzlich veröffentlicht.

Gefängnisdirektor Charles Ryan soll in seinem Wirkungskreis während einer Hinrichtung eingeschränkt werden. Er dürfe hinsichtlich eines kurzfristigen Medikamentenwechsels nicht mehr aktiv werden, ebenso soll ihm im Bereich der Diskretion Befugnisse aberkannt werden, beispielsweise dürfe er nicht einfach darüber bestimmen, die Vorhänge zu schließen, wenn es bei einer Hinrichtung Probleme gibt.
Weiterhin soll die bislang verwendete Mischung aus drei Medikamenten durch eine Injektion mit einer einzigen Substanz (Thiopental oder Pentobarbital) ersetzt werden.
Zudem soll die Klausel entfernt werden, die besagt, dass die verteidigenden Anwälte die für eine Hinrichtung nötigen Medikamente für ihre Mandanten selbst beschaffen dürfen.

Richter Neil Wake hat den September für einen Prozess angesetzt, eine erste Anhörung soll allerdings schon am 12. Juni stattfinden. Bis alle Punkte abschließend geklärt sind, werden keine Hinrichtungen durchgeführt.
Weder die Gefängnisbehörde noch das Büro der Pflichtverteidiger kommentierten die aktuelle Lage.

Seit der qualvollen Hinrichtung von Joseph Wood am 23. Juli 2014, die beinahe zwei Stunden dauerte, ist bislang kein weiterer Insasse in Arizona hingerichtet worden.
Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahr 1976 fanden 37 Häftlinge durch den Staat den Tod mittels der Giftspritze.

Quelle mit ausführlichem Bericht und weiterführenden Links:

http://www.azcentral.com/story/news/local/arizona-investigations/2017/06/06/arizona-lethal-injection-protocol-charles-ryan-joseph-wood/371946001/
(05.06.2017, Michael Kiefer)




www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de