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03.07.2013 | China/Philippinen: Drogenkurier von den Philippinen hingerichtet

Eine 35-jährige Philippinin, die im Januar 2011 versucht hatte, sechs Kilo Heroin nach Schanghai zu schmuggeln und dafür in China die Todesstrafe erhalten hatte, wurde am heutigen Mittwoch hingerichtet; dies bestätigte die Behörde für Auswärtige Angelegenheiten der Philippinen.

Bei der Einfuhr von mehr als 50 Gramm illegaler Drogen kann in China die Todesstrafe verhängt werden.

Der Sprecher der Behörde erklärte, die Frau, deren Identität er mit Rücksicht auf ihre Angehörigen nicht enthüllen wollte, sei wie von Peking angedeutet, am Ende einer siebentägigen Frist exekutiert worden. "Drogenhandel ist in den Philippinen und in der ganzen Welt ein Straftatbestand", sagte er. "Das Leben jedes Philippinen ist kostbar und wir hoffen, dass so etwas nie wieder passiert."

Eine Sprecherin des Präsidenten sprach der Familie der Hingerichteten ihr Beileid aus. Außerdem verlieh sie der Hoffnung Ausdruck, der Fall möge andere davon abhalten, sich von Drogensyndikaten für Kurierdienste vereinnahmen zu lassen.

Präsident Benigno Aquino III hatte zuvor in einem Schreiben an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping appelliert, das Todesurteil der philippinischen Bürgerin umzuwandeln.

Vizepräsident Binay wollte Aquinos Schreiben persönlich in Peking aushändigen, doch die chinesische Regierung hatte sich geweigert, ihn zu empfangen. Binay trat die Reise daraufhin nicht an.

Außer der Philippinin war auch deren Cousin wegen dieser Tat angeklagt. Er erhielt eine lebenslange Haftstrafe, die erst nach zweijährigem Aufschub rechtskräftig ist. Die Familien der beiden hatten am Montag Gelegenheit, sie im Gefängnis zu besuchen.

Im Jahr 2011 wurden die aus den Philippinen stammenden Ramon Credo, Sally Ordinario-Villanueva und Elizabeth Batain per Giftinjektion hingerichtet. Auch damals hatte die philippinische Regierung einen Appell an China gerichtet.

Man geht davon aus, dass in ganz China etwa 200 Personen aus den Philippinen wegen Drogendelikten inhaftiert sind.

Quellen: Sunstar, Philippine Inquirer