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04.04.2017 | Florida: Gouverneur entzieht neuer Staatsanwältin weitere 21 Fälle

Gouverneur Rick Scott entzog am Montag der neuen für den Bezirk Orange-Osceola zuständigen Staatsanwältin Aramis Ayala weitere 21 Mordfälle und gab sie an den Staatsanwalt Brad King, der für die Bezirke Lake und Marion wie auch drei weitere zuständig ist.

Aramis Ayala hatte kurz nach ihrem Amtsantritt im vergangenen Monat bekanntgegeben, dass sie und ihr Büro künftig keine Todesstrafe mehr anstreben wollen würde. Das hatte Gouverneur Scott auf den Plan gerufen und er hatte ihr unmittelbar nach ihrer Bekanntgabe einen Mordfall entzogen, bei dem es um den Tod eines Polizisten ging.

Eryka Washington, Sprecherin Ayalas, kommentierte diese Entwicklung damit, dass Aramis Ayala der Meinung sei, der Gouverneur missbrauche seine Autorität und gefährde aktiv die Unabhängigkeit und Integrität des Justizsystems.
Der Juraprofessor Louis Virelli sieht die Entscheidung Scotts ebenfalls kritisch, da seiner Meinung nach möglicherweise dadurch ein schlechter Präzedenzfall geschaffen werden könne. Kritisch sehen auch Senator Randolph Bracy und Sean Shaw, Mitglied des sog. "black caucus", die Entscheidung des Gouverneurs.

Sechs der 21 Fälle betreffen Männer, deren Prozesse noch gar nicht begonnen haben. Die anderen Häftlinge sind zwar schon zum Tode verurteilt, haben aktuell aber noch verschiedene Berufungsanträge in Bearbeitung.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
http://www.orlandosentinel.com/news/politics/political-pulse/os-rick-scott-ayala-death-penalty-20170403-story.html
(03.04.2017, Gray Rohrer, Rene Stutzman, Gal Tziperman Lotan)




www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de