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03.09.2016 | Florida: Opferfamilien fordern Staatsanwaltschaft auf, die Todesstrafe zu stoppen

Um die Todesstrafe in Duval County, einem Bezirk in Florida, zu stoppen, haben nun Dutzende Angehörige von Mordopfern einen Brief an das zuständige Staatsanwaltschaftsbüro verfaßt. Sie fordern ganz klar die Abschaffung der Todesstrafe.

Zwei Organisationen, die sich für Opferfamilien einsetzen, haben diese Aktion ins Leben gerufen. Sie kritisieren die Staatsanwälte für übereifrig verhängte Todesstrafen inmitten der Diskussion, ob die Todesstrafe in Florida überhaupt noch rechtsgültig ist.
Duval County erhielt erst kürzlich ungewolltes nationales Aufsehen, da eine Harvard Studie aufdeckte, dass trotz der niedrigen Einwohnerzahl in diesem Bezirk (in Bezug auf den gesamten Staat) die meisten Todesurteile gesprochen würden.

Von 3000 Bezirken landesweit ist Duval County einer von 16 Bezirken, der mindestens fünf Todesurteile zwischen 2010 und 2015 aussprach. In der gleichen Zeitspanne stammen ein Viertel der zum Tode verurteilten Personen aus Duval County.
Dieser Bezirk ist auf Rang zwei, wenn es darum geht, ein Todesurteil zu verhängen. Nur Maricopa County in Arizona hat mehr Todesurteile zu verzeichnen.

„Traurig, der Einsatz der Todesstrafe in Duval County hat zu häufig Schmerz und Leid verursacht, weil sich die Prozesse und Berufungen unendlich in die Länge zogen und zudem noch sehr fehlerbehaftet waren“, so heißt es in dem Brief an die Staatsanwaltschaft.

Quelle mit ausführlichem Text:
jacksonville.com/news/crime/2016-08-31/story/victims-families-call-state-attorneys-office-halt-death-penalty
(31.08.2016, Garrett Pelican)




www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de