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18.07.2017 | Florida: Todeskandidat wählt den Elektrischen Stuhl für seine Hinrichtung

Wayne Doty sitzt seit 2011 in Floridas Todestrakt in Raiford. Für seine Hinrichtung wählt er den Elektrischen Stuhl, ein Wunsch, den zuvor in Florida kein Insasse geäußert hat seit es dort die Wahlmöglichkeit zwischen zwei Hinrichtungsmethoden gibt.

Für gewöhnlich wird bei einer Hinrichtung in Florida wie auch anderen US - Bundesstaaten die Giftspritze verwendet. Der 44-Jährige möchte dies aber nicht, begründet das mit seiner Angst vor Nadeln. Er sehe es als sein Recht an, die Art seines Todes zu bestimmen. Er sehe den Tod durch den Elektrischen Stuhl als humaneren Weg als die Giftinjektion.

Wayne Doty erschoss 1996 Harvey Horne II während eines Drogenraubes, gestand die Tat und bekam dafür lebenslänglich. Im Gefängnis tötete er Jahre später einen anderen Häftling und erhielt dafür dann die Todesstrafe.

Und obwohl er einer der knapp 150 zum Tode verurteilten Insassen ist, dessen Fall aufgrund einer Veränderung des Verurteilungsschemas erneut überprüft werden könnte, verzichtet Doty auf jegliche Anträge und Berufungsmöglichkeiten.
Ein Hinrichtungsbefehl ist aber bislang von Gouverneur Scott nicht unterzeichnet worden.

1999 wurde in Florida der letzte Insasse auf dem Elektrischen Stuhl - in den verschiedenen Bundesstaaten umgangssprachlich als „Old Sparky“ bezeichnet - hingerichtet. Diese Hinrichtung, und auch schon einige davor, sorgten für Aufruhr, da der Delinquent sichtbare Qualen erlitten hatte. Im Jahr 2000 erweiterte Florida das Gesetz und fügte die Möglichkeit der Tötung durch die Giftinjektion hinzu.

Quelle mit ausführlichem Bericht und Video:
http://www.abcactionnews.com/news/local-news/death-row-inmate-requests-electric-chair-florida-law-may-make-it-possible
(14.07.2017, Sarina Fazan)




www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de