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24.06.2013 | Gazastreifen: Zwei Männer gehängt

Wie das Innenministerium der de facto regierenden Hamas bekannt gab, wurden im Zentralgefängnis von Gaza vorgestern Morgen zwei der Kollaboration mit Israel beschuldigte Palästinenser hingerichtet. Sie sollen zehn Jahre lang geheime Informationen über Waffeneinrichtungen in Gaza weitergegeben haben.

Die Männer waren beide über 40 und für verschiedene Taten angeklagt worden, darunter "Kollaboration mit einer feindlichen ausländischen Instanz" und "Tötung und Spionage über zehn Jahre hinweg", so das Ministerium.

Demnach sollen sie Standorte und Sicherheitsvorkehrungen von Waffeneinrichtungen verraten haben.

Die Namen der beiden wurden nicht bekannt gegeben, es hieß lediglich, sie hätten einen "rechtsgültigen Prozess" bekommen.

Die Hamas startete im März eine öffentliche Amnestiekampagne, mit der Kollaborateure, die für Israel tätig waren, aufgefordert wurden, sich zu stellen. Andernfalls würden Spionageverdächtige "verfolgt und hingerichtet".

Im November 2012 richtete die Hamas sechs Männer öffentlich hin, die der "Kollaboration mit der Besatzungsmacht" angeklagt waren, und schleifte deren Leichen durch die Straßen.

Mit den Exekutionen vom Samstag stieg die Zahl der von der Hamas wegen Spionage für Israel hingerichteten Personen auf 16. Dutzende weitere sind von bewaffneten Hamaskämpfern ohne ordentliches Verfahren erschossen worden.

Quellen: Times of Israel, Associated Press