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25.01.2012 | Irak: UN fordern umgehendes Aussetzen der Todesstrafe

Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Navi Pillay zeigte sich erschüttert angesichts der Exekution von 34 Personen im Irak, darunter auch zwei Frauen. Die Todesstrafe müsse umgehend ausgesetzt werden, forderte sie die Regierung des Irak auf.

Der Sprecher des irakischen Justizministeriums, Haidar al-Saadi, bestätigte in Bagdad die Vollstreckung der Todesurteile, ohne jedoch weitere Erklärungen abzugeben.

Pillay sagte, selbst wenn man voraussetze, die Prozesse seien fair und äußerst gewissenhaft durchgeführt worden, handele es sich um eine erschreckend hohe Anzahl von Hinrichtungen an einem einzigen Tag. Sie beklagte des weiteren die mangelhafte Transparenz bei Gerichtsverhandlungen, Fragen der Rechtsstaatlichkeit und die große Bandbreite von Straftaten (48), die die Todesstrafe nach sich ziehen können.

Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass im Irak seit 2004 über 1200 Todesurteile verhängt wurden, es gebe jedoch keine umfassenden Statistiken über Hinrichtungen. Seit Mitte November 2011 seien mindestens 63 Exekutionen durchgeführt worden.

Quelle: Agence France-Presse