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17.02.2018 | Iran: Erneute Massenhinrichtung - zehn Gefangene gehängt

Am Mittwochmorgen führte die Regierung Irans erneut eine Gruppenhinrichtung durch und ließ zehn Gefangene im Gohardasht Gefängnis hängen.

Die zehn Gefangenen, die am 14. Februar im Rahmen einer Gruppenhinrichtung gehängt wurden, waren in Vorbereitung auf ihre Hinrichtung einen Tag zuvor in Isolationshaft verlegt worden. Geplant war usprünglich die Exekution von insgesamt 13 Gefangenen, die von den Henkern mit Schlingen um den Nacken auf die Hinrichtungsplattformen gelegt wurden. Drei der Gefangenen wurden jedoch zurück in ihre Zellen gebracht. Geschockt von dem Miterleben der Hinrichtungen war es diesen nicht mehr möglich, zu sprechen.

Der Nationale Widerstandsrat im Iran (NWRI) äußerte sich tief bestürzt über die schrecklichen Verbrechen, die begangen wurden, rief jedoch zugleich die Vereinten Nationen sowie alle internationalen Menschenrechtsorganisationen auf, dringend an das Regime im Iran zu appellieren, um alle Hinrichtungen sofort zu stoppen.

Die Verbesserung der iranischen Menschenrechtssituation solle Bedingung sein, wenn mit dem brutalen Regime wirtschaftlicher Handel betrieben werde und die Staatsoberhäupter sollten für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Verantwortung gezogen werden, so die Forderungen des NWRI.

Weiterhin forderte der NWRI die iranische Bevölkerung und insbesondere die Jugend auf, gegen die Hinrichtungen zu protestieren und die Familien der Opfer zu unterstützen.

Der Iran zählt weltweit zu den Nationen, die am meisten Todesurteile jährlich aussprechen und auch vollstrecken. Hinrichtungen, die sowohl im Geheimen als auch in der Öffentlichkeit stattfinden, werden üblicherweise durch den Strang vollzogen. Weitere allgemeine Informationen hierzu finden Sie auch in unserem Kurzbericht "Die Todesstrafe im Iran". 

Quelle und weitere Informationen zur heutigen Nachricht:

"Iran: Mass Execution of 10 Prisoners and Mock Execution of 3 Others", NCRI vom 15. Februar 2018.