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12.02.2014 | Iran: Verurteilter wird erst als 18-Jähriger hingerichtet

Im Iran wurde ein Schüler zum Tode verurteilt, weil er bei einem Streit versehentlichen einen Freund getötet hatte. Der damals 16-Jährige Abolfazl soll erst dann exekutiert werden, wenn er mit 18 Jahren „legal“ hingerichtet werden kann.

Angehörige des Opfers forderten die Zahlung von Blutgeld, damit die Urteilsvollstreckung umgangen werden könnte.

Die staatliche Webseite Tabnak meldete am 9. Februar: „In vier Monaten wird Abolfazl 17 Jahre und die ihm verbleibenden Tage verrinnen schnell. Er muss sich der Todesstrafe stellen, sobald er 18 wird.“

Abolfazls Vater starb vor neun Monaten im Alter von 40 Jahren. Der Häftling durfte seinen Vater nicht noch einmal sehen oder zur Beerdigung gehen.

Nach eigenen Angaben wurde Abolfazl von Anfang an kein Anwalt gestellt und er habe sich selbst verteidigen müssen. Erst am letzten Tag habe man ihm einen Verteidiger gegeben, doch das habe ihm nichts genutzt.

Quelle: NCR-Iran