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09.11.2016 | Kalifornien: Wähler stimmen für eine Beschleunigung der Hinrichtungen

In Kalifornien sollten sich gestern die Bürger zwischen der Abschaffung der Todesstrafe (Prop. 62) und der Beschleunigung der Hinrichtungsprozesse (Prop. 66) entscheiden. Die Wahl fiel zugunsten des Gesetzesentwurfs 66 aus.

Verschiedene Veränderungen stehen bevor. Zum Beispiel sollen Berufungen nun direkt an einen Richter des Kammergerichts gehen, ebenfalls soll die Zahl der Berufungen runtergeschraubt werden. Zudem soll es eine zeitliche Begrenzung der Berufungen geben.

Jackie Lacey, Bezirksstaatsanwältin in Los Angeles, begrüßt die Entscheidung des Volkes. Denn sie sieht - wie die Befürworter der Abschaffung der Todesstrafe - das System der Todesstrafe in Kalifornien als kaputt an. Allerdings müsse die Todesstrafe nicht abgeschafft werden, sondern bedürfe einer strikten Reformierung. „Die schlimmsten Kriminellen sitzen seit 30 Jahren im Todestrakt, mit endlosen Berufungen, die den Steuerzahler Hunderte von Millionen kosten,“ so Lacey.

2006 wurde die letzte Hinrichtung in Kalifornien durchgeführt. Anschließend wurden alle Hinrichtungen aufgeschoben, weil das Gericht des neunten Bezirks entschieden hatte, dass eine medizinische Fachkraft bei den Hinrichtungen anwesend sein und die Giftspritze verabreichen sollte.

Quelle:
http://www.cw6sandiego.com/election-results-props-62-and-66-the-death-penalty/
(08.11.2016, CW6 News Team)




www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de