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21.07.2017 | Malediven: Nach einem 60-jährigen Moratorium könnten wieder Hinrichtungen anstehen

Die Menschenrechtsorganisation Reprieve befürchtet, dass zum Ende des Monats die Hinrichtungen auf den Malediven wiederaufgenommen werden könnten. 60 Jahre wurde dort kein Todesurteil vollstreckt, was der aktuelle Präsident nun aber ändern könnte.

Informationen über die Arbeit von "Reprieve" finden Sie hier!

Reporten zufolge soll Präsident Abdullah Yameen in den Vorbereitungen für Hinrichtungen Ende des Monats stehen. Aktuell könnten drei Männer exekutiert werden, deren Todesurteile vom dortigen Obersten Gerichtshof bestätigt wurden.
Lokale Medien zitierten Azleen Ahmed, den Home Affair Minister, der sich erst kürzlich um die Beschleunigung und die Förderung der Todesstrafe bemüht haben soll.

Im Juni 2013 wies das Parlament ein neues Gesetz zur Todesstrafe zurück, aber eine der ersten Amtshandlungen nach Amtsantritt des neuen Präsidenten der Malediven war die Anordnung, die Todesstrafe wieder einzuführen. Das Parlament habe er dabei umgangen.

Erzwungene Geständnisse, politisch motivierte Anschuldigen und Verurteilungen wie weitere unzulässige Vorgehensweisen sind dort Alltag. Kinder wie auch Menschen mit geistiger Behinderung wurden schon zum Tode verurteilt, was einen Verstoß gegen das internationale Recht darstellt.

Mit der Unterschrift dieser Petition können Sie helfen, die bevorstehenden Hinrichtungen zu verhindern!

Quelle:
http://www.reprieve.org.uk/press/maldives-resume-executions-within-hours-60-year-moratorium/
(19.07.2017, Reprieve)




www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de