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01.02.2017 | Missouri: Mark Christeson hingerichtet

Mark Christeson (38) wurde gestern Abend mit einer tödlichen Dosis Pentobarbital hingerichtet und um 19:05 Uhr Ortszeit für tot erklärt. Es war Missouris erste Hinrichtung seit Mai letzten Jahres.

1999 wurde der damals 18-jährige Christeson wegen Dreifach-Mordes an Susan Brouk, ihrer zwölfjährigen Tochter Adrian und ihrem neunjährigen Sohn Kyle zum Tode verurteilt. Zum Mord hinzu kamen noch Vergewaltigung und Raub. Die Tat beging er zusammen mit einem Komplizen, seinem Cousin Jessie Carter. Dieser sagte gegen Christeson aus und entging somit einem Todesurteil.

Der Oberste Gerichtshof schob 2014 erstmals seine Hinrichtung auf. Es bestanden berechtigte Zweifel an der Kompetenz der Anwälte, die Christeson während der Verhandlungen vertraten, da sie 2005 die Frist für eine Berufung aufgrund des Todesurteils beim Bundesgericht versäumt hatten.
Nun argumentierten die Anwälte erneut, dass Christeson eine erneute Durchsicht seines Falles beim Bundesgericht zustehe, da Bedenken wegen seines geistigen Gesundheitszustandes bestehen würden. Dieses wurde allerdings abgelehnt.
Auch verwehrte Gouverneur Eric Greitens ihm eine Begnadigung und gab somit die Hinrichtung frei, die die erste seit Amtseintritt des Republikaners war.

Missouri richtete in den beiden Jahren 2014 und 2015 insgesamt 16 Männer hin, direkt hinter dem Bundesstaat Texas, der in der gleichen Zeit 23 Menschen exekutierte. Im vergangenen Jahr richtete Missouri aufgrund diverser laufender Berufungen der Insassen nur einen Mann hin.

Quellen mit ausführlichen Berichten:
http://www.dailymail.co.uk/wires/ap/article-4178278/Missouri-inmate-faces-execution-killing-family-1998.html
(01.02.2017, AP)

http://www.riverfronttimes.com/newsblog/2016/08/23/missouri-mans-death-penalty-appeal-draws-national-interest
(23.08.2016, Doyle Murphy)




www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de