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31.10.2013 | Missouri: Reginald Griffin kommt aus Todestrakt frei

Seit 1973 wurden in den USA 143 zum Tode Verurteilte nachträglich entlastet und kamen aus dem Todestrakt frei. Dazu gehört nun auch Reginald Griffin, dessen Verurteilung am 25. Oktober aufgehoben wurde, als der Bundesstaat sämtliche Anklagepunkte gegen ihn fallen ließ.

Griffin war 1983 für die Ermordung eines Mithäftlings zum Tode verurteilt worden. Der Schuldspruch wurde 2011 vom Obersten Gerichtshof von Missouri kassiert (Griffin v. Denney), da die Anklage entscheidende Beweise unterschlagen hatte.

Zwei Informanten im Gefängnis hatten mit ihrer Aussage maßgeblich zur Verurteilung Griffins beigetragen, sie erhielten dafür Vergünstigungen.

Die Staatsanwaltschaft hatte im Prozess Beweise zurückgehalten, wonach Wärter direkt nach der Tat einen angespitzten Schraubenzieher konfiszierten, den sie bei einem Häftling namens Jeffrey Smith gefunden hatten.

Die beiden Insassen, die mit Griffin zusammen der Tat beschuldigt wurden, hatten stets ausgesagt, der dritte Beteiligte sei Smith und nicht Griffin gewesen.

Griffins Anwälting Cyndy Short sagte, ihr Mandant und seine Familie seien überglücklich. Dreißig Jahre lang habe ein enormes Gewicht auf ihnen gelastet.

Reginald Griffin ist nach Clarence Dexter, Eric Clemmons und Joseph Amrine der vierte, der in Missouri aus dem Todestrakt freikam, und im Jahr 2013 der erste in den USA.

Quelle: Death Penalty Information Center  

 

Lesen Sie mehr dazu in der Presseerklärung des DPIC.