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13.02.2017 | Nebraska: Aktive Suche nach Hinrichtungsmedikamenten

Nachdem im vergangenen Jahr eine Volksabstimmung für die Wiedereinführung der Todesstrafe sorgte und letzten Monat Gouverneur Pete Ricketts ein neues Hinrichtungsprotokoll genehmigte, das die Hersteller und Lieferanten der nötigen Medikamente für eine Hinrichtung per Giftspritze geheim halten soll, wird nun aktiv nach geeigneter Medikation gesucht.

Erst im vergangenen Dezember noch, gab eine Sprecherin der Gefängnisbehörde bekannt, dass bislang noch keine Medikamente geordert wurden oder auch nicht abzusehen sei, wann dieses stattfinden wird.
Gefängnisdirektor Scott Frakes sagte nun, er habe schon Gespräche mit potentiellen Medikamentenlieferanten gehabt, es sei aber noch nichts bestellt oder gekauft worden.

Angetrieben wurde die Suche nach geeigneten Lieferanten aufgrund von Richtern, deren aktuelle Prozesse sich um zwei mögliche Todesurteile drehen. Nikko Jenkins wie auch Anthony Garcia droht die Todesstrafe, nachdem sie jeweils des vierfachen Mordes für schuldig befunden wurden.

1997 wurde in Nebraska der letzte Häftling exekutiert, damals noch mit dem Elektrischen Stuhl. Nachdem diese Hinrichtungsmethode aber vom Obersten US-Gerichtshof für unrechtmäßig erklärt wurde, wechselte der Staat zur Giftspritze. Allerdings kam diese nie zum Einsatz.
Zehn Menschen sitzen aktuell im Todestrakt Nebraskas, seit 2001 sind bislang vier Todeskandidaten auf natürliche Weise verstorben.

Quelle:
http://www.wowt.com/content/news/Nebraska-reassembles-plans-for-executions-after-green-light-from-voters-413529103.html
(12.02.2017, AP)




www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de