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22.06.2017 | Nebraska: Rechtmäßigkeit der Todesstrafe steht erneut zur Debatte

Patrick Schroeder, verurteilt wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe, könnte nun auch noch für den Mord eines Mithäftlings die Todesstrafe erhalten. Seine Anwälte reichten nun in seinem Namen eine Klage ein, die sich gegen die Rechtmäßigkeit der Todesstrafe richtet.

Nebraska schaffte die Todesstrafe 2015 ab, woraufhin sich eine Bewegung in Gang setzte, diese Entscheidung wieder rückgängig zu machen. Auch Gouverneur Pete Ricketts unterstützte die führende Initiative „Nebraskans for the Death Penalty“ mit mehreren Spenden aus seinem Privatvermögen (rund 300 000 Dollar flossen zugunsten dieses Projekts).
Durch den im vergangenen Jahr durchgeführten Volksentscheid konnte die Todesstrafe erneut aktiviert werden.

„Unsere Gesellschaft kann nicht länger töten, um zu zeigen, dass Töten falsch ist“, lautet einer der elf Punkte in der Klage von Todd Lancaster und Sarah Newell, den Anwälten Schroeders.
Die Klage erwirkte direkt eine Verzögerung in der Anklageerhebung, die eigentlich am Dienstag hätte stattfinden sollen. Stattdessen setzte Bezirksrichterin Vicky Johnson eine Anhörung für den 28. Juli an, die sich der Klageschrift Schroeders widmen soll.

Lancaster ist der Ansicht, die Todesstrafe stelle eine Diskriminierung hinsichtlich der Rasse und der geographischen Lage dar. Er führte an, dass von den neun Männern, die seit 2002 in Nebraska zum Tode verurteilt wurden, bloß einer weiß wäre. Die restlichen acht Männer seien schwarz oder lateinamerikanischer Abstammung.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
http://www.startribune.com/lawyer-contests-constitutionality-of-nebraska-death-penalty/429920403/
(21.06.2017, AP)




www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de