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11.11.2016 | Nebraska: Todesstrafe wird erneut eingeführt

Am vergangenen Dienstag konnten die Bürger Nebraskas per Volksentscheid wählen, ob sie die Todesstrafe weiterhin abgeschafft sehen oder wieder eingeführt haben wollen. Zum Entsetzen der Todesstrafengegner entschieden sich die Wähler für die Wiedereinführung.

Im Mai vergangenen Jahres wurde die Todesstrafe in Nebraska abgeschafft. Der amtierende Gouverneur Pete Ricketts hatte sein Veto eingelegt, das aber aufgrund der damaligen Stimmenverteilung unwirksam war. Anschließend gründete er eine Initiative, die sich für die Wiedereinführung der Todesstrafe einsetzte und spendete aus seinem Privatvermögen rund 300 000 US-Dollar.

Gegeninitiativen wie beispielsweise „Retain for just Nebraska“ kämpften hart, um der Wiedereinführung entgegenzuwirken. Am Dienstag wurden diese Pläne vorerst zunichte gemacht, da die Mehrheit der Wähler (60%) für die Todesstrafe stimmte.

Insgesamt nimmt die Anzahl der Todesurteile, wie auch die Hinrichtungszahl stetig ab (2014 waren es noch 35 Hinrichtungen, 2015 nur noch 28). In diesem Jahr liegt die aktuelle Zahl der Hinrichtungen bei 17, wobei noch drei für den laufenden und kommenden Monat geplant sind, eine in Georgia, eine in Texas und eine in Alabama.
Grund für die rückläufigen Zahlen ist unter anderem das Problem der Medikamentenbeschaffung. Viele Lieferanten bzw. Hersteller haben sich in der Vergangenheit geweigert, weiterhin Medikamente für Hinrichtungszwecke zu produzieren und zu liefern. Das vor dem Hintergrund des starken Drucks der Todesstrafengegner.

Quellen:
https://www.washingtonpost.com/news/post-nation/wp/2016/11/09/nebraska-and-california-voters-decide-to-keep-the-death-penalty/
(09.11.2016, Mark Berman)

diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/5114990/USWahlen_Todesstrafe-in-Nebraska-wieder-eingefuhrt
(09.11.2016)






www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de