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25.05.2016 | Nebraskas Senatoren sehen die Todesstrafe als „gebrochenes System“

Die Senatoren Colby Coash (Lincoln) und Mike Gloor (Grand Island) halten die Wähler dazu an, bei den kommenden Wahlen im November, die richtige Entscheidung hinsichtlich der Todesstrafe zu treffen.

Auf einer Pressekonferenz in Grand Island betonten beide Senatoren, dass wenn man die Todesstrafe von allen Seiten beleuchten würde, klar wäre, dass der Staat ohne Todesstrafe bei weitem besser dran wäre.
Gloor, der in der Vergangenheit eher ein Unterstützer der Todesstrafe war, versuchte, seinen Sinneswandel zu erklären, in dem er u. a. die Problematik der Medikamentenbeschaffung aufführte. Ethisch und moralisch hätte er keine Bedenken, die Todesstrafe weiterzuführen. Ebenso könne er die emotionalen Pro-Argumente der Befürworter verstehen, dennoch sollten die Fakten mehr Gewicht haben.

Die Todesstrafe würde bei Abschaffung ausschließlich durch die lebenslange Haftstrafe ohne Möglichkeit der Bewährung ersetzt und kein Insasse käme auf freien Fuß. Dessen sollten sich die Wähler vor ihrer Stimmabgabe bei den kommenden Wahlen unbedingt bewußt sein, so Coash und Gloor.

Nebraska hatte im Mai vergangenen Jahres die Todesstrafe abgeschafft und sich damit auch über das von Gouverneur Pete Ricketts’ getätigte Veto hinweggesetzt. Nach diesem Votum wurden die Befürworter der Todesstrafe - mit Unterstützung ihres Gouverneurs -  aktiv und schlussendlich wird nun die kommende Wahl im November die endgültige Entscheidung über die Zukunft der Todesstrafe bringen.

Lesen Sie hierzu auch diesen Bericht!

Quellen und ausführliche Berichte:
http://www.knopnews2.com/content/news/Senator-urges-voters-to-ban-the-death-penalty-in-November--380699801.html
(24.05.2016,

http://deathpenaltynews.blogspot.de/2016/05/state-senators-call-nebraskas-death.html
(abgerufen am 25.05.2016)

 

www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de