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09.09.2018 | New Hampshire: Ehemaliger Staatsanwalt nun ein Gegner der Todesstrafe

Ein einschneidendes Erlebnis in seiner fünfjährigen Amtszeit als New Hampshires Staatsanwalt ließ Phillip McLaughlin umdenken und sich gegen die Todesstrafe stellen.

Während seiner gesamten Amtszeit als führender Staatsanwalt in New Hampshire trug er das Bild eines sechsjährigen Mädchens bei sich, das Opfer einer Vergewaltigung mit anschließendem Mord war. Dies Foto sollte ihn immer daran erinnern, dass DNA Beweise den Mann freisprachen, den er für diese grausame Tat verurteilt hatte; dass er gänzlich falsch gelegen hatte.

Richard Buchanan, der Freund der Opfermutter, wurde der Tat beschuldigt. Aber DNA Tests konnten ihn entlasten und führten zu einem anderen Mann, James Dale, der nun eine Haftstrafe von 60 bis 120 Jahren verbüßen muss.
Wäre die Mordanklage weiter fortgeschritten, hätte Buchanan die Todesstrafe erhalten können.

Ein Jahrzehnt später, McLaughlin ist bereits in Rente, sagt er, der Fall hat ihm gezeigt, welch großes Risiko besteht, jemanden fälschlich zu verurteilen. Und dies vor dem Hintergrund der Todesstrafe in diesem Bundesstaat.
Mittlerweile ist er Mitglied einer Gruppe von ehemaligen Mitglieder des Exekutive, die sich gegen die Todesstrafe engagieren.

Kommende Woche soll über die Abschaffung der Todesstrafe in New Hampshire (Senate Bill 593) erneut debattiert werden. Dieser Gesetzesentwurf wurde im April mit 14 zu zehn Stimmen im Senat und 223 zu 116 Stimmen im Haus schließlich dem Gouverneur Chris Sununu vorgelegt, doch dieser legte im Juni sein Veto ein. Der Senat bräuchte eine Zwei-Drittel-Mehrheit, um das Veto zu überstimmen.

In New Hampshires Todestrakt befindet sich ein einziger Todeskandidat. Er ist auch der einzige Mann, der in diesem Bundesstaat in den letzten acht Jahrzehnten zum Tode verurteilt wurde.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
https://www.concordmonitor.com/NH-death-penalty-film-law-enforcement-19954954
(06.09.2018, Alyssa Dandrea)




www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de