Hinrichtungen 2018: min. 690 plus 'Tausende' in China

News

09.03.2017 | New Mexico: Gremium weist Antrag auf Wiedereinführung der Todesstrafe zurück

Republikanerin Monica Youngblood hatte vor, die Todesstrafe für Morde an Kindern oder Polizeibeamten wieder einzuführen. Doch dieses wurde durch das Gremium für öffentliche Angelegenheiten mit einem Voting von 3-2 zurückgewiesen.

Demokraten dieses Gremiums blockierten diesen Entwurf (House Bill 72), nachdem sie sich Argumente des ehemaligen Todeskandiaten Juan Melendez und rund zwei Dutzend weiteren Gegner der Todesstrafe angehört hatten.

Juan Melendez, 65, wurde 2002 als unschuldig aus dem Todestrakt Floridas entlassen, nachdem er dort 17 Jahre lang für einen Mord einsaß, den er nicht begangen hatte. Seine Mutter habe ihm damals versucht, Hoffnung zu geben, habe damals sehr gelitten. „Keine Mutter sollte sowas durchmachen müssen“, so Melendez vor dem Gremium.

Youngblood erklärte, dass dieser Gesetzesentwurf für „das Böse in unserer Gesellschaft sei, das einem Kind in dieser Art schadet“ vorgesehen sei.
New Mexico hatte in der Vergangenheit größere Probleme mit Morden an Kindern, die von großem öffentlichen Interesse waren. Dass eine große Mehrheit der Einwohner New Mexicos für die Wiedereinführung der Todesstrafe sei, würde eine im Oktober 2016 durchgeführte Umfrage des Albuquerque Journal deutlich zeigen, so Youngblood.

Juan Melendez war 2006 und 2007 in Deutschland auf einer Rednertour, die von verschiedenen Menschenrechtsorganisationen unterstützt wurde, aber von Gabi Uhl und Susanne Cordona von der Initiative gegen die Todesstrafe e.V. organisiert wurde. Auch das Magazin „Der Spiegel“ berichtete in seiner Online-Ausgabe über Melendez’ Leidensweg.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
http://nmpolitics.net/index/2017/03/house-panel-rejects-bill-to-bring-back-death-penalty/
(05.03.2017, Steve Terrell)




www.intiative-gegen-die-todesstrafe.de