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25.06.2013 | Nigeria: Erste Hinrichtungen seit 2006

Gestern wurden in Nigeria vier Gefangene hingerichtet, es waren dem Vernehmen nach die ersten Urteilsvollstreckungen seit 2006.

Henry Idahagbon, der Justizbeauftragte des im Süden gelegenen Bundesstaats Edo, bestätigte die Exekution.

Die Häftlinge seien wegen Raubüberfall bzw. Mord verurteilt worden, und sämtliche Rechtsmittel seien ausgeschöpft gewesen. Das Gericht habe am Nachmittag grünes Licht gegeben, und die Gefängnisbehörde habe daraufhin die Todesurteile vollstreckt.

Zwei der Urteile seien vom Gouverneur von Edo unterzeichnet worden, da die vorausgegangenen Taten in dem Bundesstaat verübt wurden, die anderen beiden trugen die Unterschrift anderer Gouverneure. Das Gefängniswesen untersteht in Nigeria dem Bundesrecht, daher können Gefangene auch verlegt werden.

Die Hinrichtung eines fünften Häftlings steht noch aus. Dessen Urteil, das noch aus der Zeit der Militärdiktatur stammt, die 1999 endete, sieht als Methode ein Erschießungskommando vor, was die Strafbehörden momentan vor ein Problem stellt.

Medienberichten zufolge rief Präsident Goodluck Jonathan kürzlich alle Gouverneure der Bundesstaaten dazu auf, Hinrichtungsbefehle abzuzeichnen, da es in den Zuständigkeitsbereich ihres Amtes falle.

Amnesty International geht von rund Tausend zum Tode Verurteilten aus, die in dem bevölkerungsreichen Staat auf ihre Hinrichtung warten.

Ausländische Beobachter befürchten, dass in dem Land, in dem Korruption weit verbreitet ist, Todesurteile mitunter nach unfairen Verfahren verhängt werden. Auch wird den nigerianischen Sicherheitskräften immer wieder vorgeworfen, seit 2006 extralegale Hinrichtungen durchzuführen.

Quelle: Yahoo.com