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12.07.2012 | Ohio: Gouverneur wandelt Todesurteil um

Kurz vor der geplanten Vollstreckung am 26. Juli wandelte Gouverneur John Kasich diesen Dienstag das Todesurteil für John Jeffrey Eley in lebenslänglich ohne Bewährung um. Dies ist das dritte Mal in 13 Monaten, dass der Republikaner Kasich die Todesstrafe für einen Häftling aufhebt.

 

Der geständige Eley hatte 1986 während eines Überfalls Ihsan Aydah erschossen und wurde ein Jahr später dafür zum Tode verurteilt, nachdem er seinen Antrag auf nicht schuldig wegen Unzurechnungsfähigkeit zurückgezogen hatte.

Mit seiner Umwandlung stellte sich Kasich gegen die Empfehlung des Bewährungsausschusses von Ohio, der sich gegen eine Begnadigung ausgesprochen hatte. Sowohl der Staatsanwalt als auch der leitende Ermittler in Eleys Fall damals hatten kürzlich dem Ausschuss ihre Bedenken zum Todesurteil mitgeteilt.

Kasich erklärte nun, obwohl der nur begrenzt zurechnungsfähige Eley zugegeben hatte, an der Ermordung Aydahs beteiligt gewesen zu sein, handelte er doch auf Weisungen eines anderen, der später freigesprochen wurde. Wegen dieses Umstands sowie der Tatsache, dass selbst der seinerzeit verantwortliche Staatsanwalt sich nun für Eley verwendete, habe er sich für die Begnadigung entschieden.

Im vergangenen Jahr wandelte Kasich die Todesurteile zweier Männer in lebenslang um, deren Begnadigung der Ausschuss empfohlen hatte.

Seit Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahr 1976 wurde das Todesurteil von insgesamt 17 Personen umgewandelt. Im selben Zeitraum wurden 47 Menschen hingerichtet, davon fünf im Jahr 2011.

Quelle: Reuters