Hinrichtungen 2018: min. 690 plus 'Tausende' in China

News

14.06.2013 | Oklahoma: Gouverneurin lehnt Hinrichtungsaufschub ab

Entgegen der Empfehlung des Berufungsausschusses für eine Umwandlung des Todesurteils für Brian Davis verfügte Gouverneurin Mary Fallin keinen Aufschub.

Der Berufungsausschuss hatte vergangene Woche mit vier zu einer Stimme dafür gestimmt, die für den 25. Juni in McAlester angesetzte Exekution aufzuheben und die Todesstrafe in lebenslange Haft umzuwandeln. Sie würdigten damit die vom Täter gezeigte Reue.

Die Angehörigen von Davis weinten und fielen sich in die Arme, als sie von der Entscheidung erfuhren. "Eine schwere Last ist von uns genommen", sagte seine Mutter Yvonne Davis.

Obwohl sie zweimal einen 30-tägigen Aufschub zur eingehenden Prüfung der Empfehlung hätte verfügen können, entschied Gouverneurin Fallin gestern, sie werde Davis dennoch nicht begnadigen. Genaue Gründe für diese Ablehnung wurden nicht bekanntgegeben.

Davis war verurteilt worden, 2001 Josephine Stanford, die Mutter seiner Freundin, vergewaltigt und erstochen zu haben. Er bestritt nicht, den Tod der Frau verschuldet zu haben, doch seien wohl nicht alle Umstände des Ablaufs den Geschworenen zur Kenntnis gelangt.

Entgegen der Darstellung der Anklage habe er zu Hause gesessen, als Stanford vorbeikam. Sie habe Annäherungsversuche gemacht und das Ganze sei ausgeartet.

Nur selten wird in Oklahoma ein zum Tode Verurteilter begnadigt. Seit 1976 wurden laut dem Death Penalty Information Center dort lediglich vier Todesurteile umgewandelt, während 103 Urteile vollstreckt wurden.

Quellen: Tulsa World, Associated Press