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14.09.2016 | Oklahoma: Weiterhin Unklarheiten über Hinrichtungsprotokoll

Oklahomas Verwaltungsrat der Gefängnisse lehnte am gestrigen Dienstag die weitere Beratschlagung über ein neues Hinrichtungsprotokoll ab. Somit werden wohl für die kommenden zwei Jahre sämtliche Hinrichtungen ausgesetzt.

Nach einer verpfuschten Hinrichtung 2014 und Problemen bei der Medikamentenmischung bei zwei Hinrichtungen im vergangenen Jahr kündigte Generalstaatsanwalt Scott Pruitt an, erst wieder Hinrichtungen anzusetzen, wenn ein neues Hinrichtungsprotokoll erarbeitet sei und man sicher sein könnte, dass jegliche Exekution ohne Probleme verlaufen könne.

Lesen Sie hier mehr über die grausame Hinrichtung von Clayton Lockett im April 2014!

Das Protokoll sei in Arbeit, es sei aber noch nicht abzusehen, wann irgendwas veröffentlicht würde, so Alex Gerszewski, Sprecher der Gefängnisbehörde.

Inzwischen sind bei fünf Todeskandidaten alle Berufungsmöglichkeiten erschöpft und sie warten auf ihren Hinrichtungstermin.

Oklahoma war der erste Staat, der die Giftspritze als primäre Hinrichtungsmethode einsetzte.
Seit Wiedereinführung der Todesstrafe 1976 sind in Oklahoma 112 Menschen hingerichtet worden. Damit hat Oklahoma die zweithöchste Pro-Kopf-Rate nach Texas, wo 537 Menschen in den vergangenen 40 Jahren durch den Staat getötet wurden, so das Death Penalty Information Center.

Gegner der Todesstrafe wünschen sich, dass diese Form der endgültigen Bestrafung gänzlich abgeschafft wird. „Das letzte, was Oklahoma braucht, ist die rasche Rückkehr zur Hinrichtung von Menschen“, so Ryan Kiesel von der „American Civil Liberties Union of Oklahoma“. „Wir würden es vorziehen, wenn der Staat gänzlich damit aufhören würde, seine Bürger hinzurichten.“
 
Quelle mit ausführlichem Bericht:
http://abcnews.go.com/US/wireStory/oklahoma-mulling-execution-protocols-ensuring-delays-42070047
(13.09.2013, Sean Murphy)



www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de