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01.03.2013 | Pakistan: Über 7000 Häftlinge im Todestrakt

Am Mittwoch informierte das Innenministerium den Obersten Gerichtshof über die aktuelle Zahl der landesweit zum Tode Verurteilten.

Von den insgesamt 7046 Häftlingen seien demnach bei 5378 noch Verfahren in diversen Berufungsgerichten anhängig, außerdem gebe es 1031 Fälle, die vom im höchsten Gericht entschieden werden sollen.

Dem Präsidenten liegen derzeit 532 Gnadengesuche zur Entscheidung vor. Wie zu erfahren war, hat er die Vollstreckung von 78 Todesurteilen gestoppt. Dem Militärhauptquartier liegen Berufungen von sechs Angehörigen des Militärs vor, beim Scharia-Gerichtshof des Bundes sind es 21 Fälle.

Die regierende Pakistanische Volkspartei PPP hatte im November 2008 ein Hinrichtungsmoratorium verkündet, dann jedoch letztes Jahr im November den 2009 wegen Mordes zum Tode verurteilten Soldaten Muhammed Hussain hängen lassen.

Der frühere Premierminister Yousaf Raza Gilani hatte im Juni 2008 angekündigt, anlässlich des Geburtstags der bei einem Attentat ums Leben gekommenen PPP-Führerin Benazir Bhutto wolle seine Regierung dem Präsidenten die Empfehlung aussprechen, Tausende Todesurteile in lebenslange Haft umzuwandeln.

Unter Zulfikar Ali Bhutto stieg in den 1970-er Jahren die Haftdauer bei einer lebenslangen Strafe von 14 auf 25 Jahre, und die Todesstrafe sollte in den darauffolgenden Jahren sogar vollständig abgeschafft werden. Als Ziaul Haq an die Macht kam, blieben jedoch sowohl die 25 Jahre Haft als auch die Todesstrafe in Kraft.

Quelle: Daily Times