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01.02.2019 | Iran: 87. Frau unter dem Regime von Hassan Rouhani hingerichtet

Am 30. Januar wurde in dem iranischen Nowshahr Gefängnis eine Frau wegen des Mordes an ihrem Ehemann gehängt. Sie war die 87. weibliche Gefangene, die seit der Machtübernahme Hassan Rouhanis im Iran hingerichtet wurde.

Von der am vergangenen Mittwoch hingerichteten Frau sind bislang nur die Initialien "M.A." bekannt, und dass sie wegen des Mordes an ihrem Ehemann zum Tode verurteilt worden war.

Erst im Dezember letzten Jahres war im Iran eine weitere weibliche Gefangene wegen Mordes gehängt worden. Ihr Opfer soll ihr die Ehe versprochen haben und sie darauf hin brutal behandelt, erpresst und genötigt haben sowie zum Sex mit seinen Freunden gezwungen haben.

Seit der Machtübernahme durch Hassan Rouhani im August 2013 sind im Iran insgesamt 87 Frauen hingerichtet worden. Die meisten von ihnen waren wegen Mordes an ihren Ehemännern zum Tode verurteilt worden. Nach Informationen internationaler Organisationen wie Amnesty International und Organen wie den Vereinten Nationen, handelte es sich dabei in der Regel um Notwehr bei häuslicher Gewalt.

Der Iran zählt weiterhin zu den Staaten weltweit, in denen am meisten Todesurteile ausgesprochen und auch vollstreckt werden. Die übliche Hinrichtungsmethode ist der Strang. Weitere Informationen hierzu finden Sie in dem Kurzbericht "Die Todesstrafe im Iran" auf unserer Webseite.

Quelle:

Iran Human Rights: iranhr.net, vom 31. Januar 2019.