Hinrichtungen 2018: min. 690 plus 'Tausende' in China

News

10.12.2012 | Taiwan: Europäische Juristen bitten um Hinrichtungsstopp

Ein deutscher und ein österreichischer Jurist wurden von der taiwanesischen Regierung gebeten, im Februar 2013 deren Menschenrechtsbericht zu überprüfen. Manfred Nowak und Eibe Riebel baten den Präsidenten Ma Ying-jeou, mindestens bis dahin keine Exekutionen durchführen zu lassen.

Die renommierten Juristen erhielten dafür noch keine Zusage, doch laut United Evening News soll das Büro des Präsidenten ihre Bitte auch an das Außen- und das Justizministerium weitergeleitet worden sein mit der Aufforderung, in dieser Frage umsichtig vorzugehen.

Im Todestrakt von Taiwan befinden sich mehrere Dutzend Verurteilte, doch da die Todesstrafe nicht unumstritten ist, wurden zuletzt nur selten Urteile auch vollstreckt. Zuletzt wurden 2010 Hinrichtungen durchgeführt, doch Gerüchten zufolge beabsichtigt das Justizministerium, schon in Kürze weitere Exekutionen anzuordnen.

Derzeit scheint die öffentliche Meinung zu hartem Durchgreifen zu tendieren, nachdem kürzlich ein 10-Jähriger von einem Mann ermordet wurde, der einfach nur ins Gefängnis eingewiesen werden wollte. Er habe nicht erwartet, für "das Töten von ein oder zwei Personen" bereits zum Tode verurteilt zu werden, wurde er zitiert. Die Öffentlichkeit forderte danach verstärkt die Todesstrafe.

Quelle: China Post