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22.04.2013 | Taiwan: Kritik an Hinrichtungen prallt ab

In Taiwan wurde die Empörung von Seiten des Europäischen Parlaments und von Menschenrechtsaktivisten angesichts der Freitag durchgeführten Exekutionen mit einem Schulterzucken abgetan.

Premierminister Jiang Yi-huah erklärte, mit der Anwendung der Todesstrafe entspreche Taiwan dem Willen des Volkes. Jiang stelle sich daher auf Seiten des Justizministeriums, wenn der Schuldspruch eines Häftlings, der eines schweren Verbrechens überführt wurde, aufrecht erhalten blieb und der Hinrichtung nichts mehr im Wege stehe.

Er wisse, dass einige dem europäischen Beispiel folgen und die Todesstrafe abschaffen möchten, doch in seinem Land sei die Mehrheit der Bevölkerung eindeutig für die Beibehaltung.

Die vor wenigen Tagen an den Gefangenen Chen Tung-Jung, Chen Jui-Chin, Lin Chin-Te, Chang Pao-Hui, Li Chia Hsuan und Chi Chun-I vollstreckten Urteile hatten bei Barbara Lochbihler, der Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses im Europäischen Parlament, und bei Amnesty International große Empörung ausgelöst.

Amnesty forderte Präsident Ma Ying-jeou auf, alle Hinrichtungen auszusetzen und eine landesweite Debatte über die Todesstrafe anzuregen.

Quellen: The China Post, Amnesty International