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11.07.2012 | Texas stellt auf Hinrichtungen mit einem einzigen Medikament um

Texas, der aktivste Hinrichtungsstaat der USA, gab gestern bekannt, dass er wegen einer Medikamentenknappheit auf Hinrichtungen mit nur noch einem einzigen Medikament umstellen wird.

Die texanische Gefängnisbehörde sagte, dass Hinrichtungen zukünftig mit einer einzigen Dosis des Sedativums Pentobarbital ausgeführt werden. Texas hatte damit begonnen, das Medikament in Kombination mit zwei weiteren Mitteln zu verwenden, nachdem der Bundesstaat nicht mehr in der Lage war, Nachschub des ursprünglich verwendeten Medikaments Thiopental von europäischen Lieferanten zu beziehen.

Bei texanischen Hinrichtungen wurden zuletzt als erstes Medikament 5 Gramm Pentobarbital verabreicht, um den Gefangenen bewusstlos zu machen. Danach wurde das Muskelrelaxan Pancoroniumbromid und zum Schluss Kaliumchorid verabreicht, das das Herz stoppt.

Da das Haltbarkeitsdatum des in Texas verfügbaren Pancoroniumbromid abgelaufen ist, musste das Hinrichtungsprotokoll geändert werden.

Im Mai gab Texas bekannt, der Vorrat an Pentobarbital sei groß genug, um 23 Hinrichtungen durchzuführen. Seither wurde in Texas niemand exekutiert.

Der Sprecher der Gefängnisbehörde, Jason Clark, sagte, die Behörden rechneten nicht damit, dass sie die zur Hinrichtung verabreichte Menge an Pentobarbital nun, da es als einziges Medikament eingesetzt wird, ändern müssten.

Auch der Nachschub an Pentobarbital in den USA ist nun knapp, da dessen dänischer Hersteller erklärte, er würde versuchen die Verwendung seines Medikamentes bei Hinrichtungen zu unterbinden. Doch laut Aussage der texanischen Gefängnisbehörde ist der Vorrat an Pentobarbital groß genug, um die bisher neun bis Ende des Jahres geplanten Hinrichtungen durchzuführen.

Quelle: The Washington Post