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21.06.2013 | Vietnam: 117 Häftlinge sollen bald hingerichtet werden

Am 27. Juni tritt eine neue Regelung in Kraft, die gestattet, zum Tode Verurteilte mit in Vietnam hergestellten Präparaten hinzurichten. Damit könnte in Kürze mit der Exekution von 117 Todestraktinsassen begonnen werden.

Die geänderte Verordnung über die Verabreichung von tödlichen Spritzen sieht vor, einem Häftling drei unterschiedliche Medikamente zu injizieren, eines das bewusstlos macht, ein Muskelrelaxans und ein Mittel, das den Herzstillstand herbeiführen soll.

Der Minister für Öffentliche Ordnung Tran Dai Quang sagte, die 117 Gefangene warteten auf unbestimmte Zeit auf die Urteilsvollstreckung aufgrund nicht vorhandener Injektionspräparate, die Vietnam laut Gesetz hätte aus Europa beziehen müssen.

Die Europäische Union betrachtet die Todesstrafe als Menschenrechtsverletzung und verbot daher die Ausfuhr von Medikamenten für Hinrichtungszwecke.

Seit Vietnam die Erschießungskommandos abschaffte und statt dessen die gemeinhin als 'humaner' geltende Methode der Giftinjektion festschrieb, war das Land seit November 2011 nicht in der Lage, Häftlinge zu exekutieren.

Vorigen Monat erließ die Regierung ein Dekret, das forderte, die Gifte im eigenen Land herzustellen. Damit könnte es prompt zur Wiederaufnahme der Hinrichtungen kommen.

Quelle: thanhniennews.com