Executions in 2013: min. 778 plus 'thousands' in China

Gästebuch

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Michael Rennings from Ludwigshafen

Thursday, 26-03-15 11:06

Hallo zusammen,

nach längerer Pause, mochte ich heute wieder etwas hier ins Gästebuch schreiben.

Darf man nicht mehr gegen die Todesstrafe sein,
ohne den absoluten Schwachsinn unterstellt zu bekommen, man würde nicht an die Opfer von Gewalttaten denken und kein Mitgefühl für die Hinterbliebenen empfinden ?

Sollen wir alle, nachdem ein Mensch schwere Schuld auf sich geladen hat sollen wir alle brüllen Kopf ab, grillen, aufhängen ?

Ist dies wirklich der Eindruck den wir von uns hinterlassen wollen, wenn auch unsere letzte Stunde geschlagen hatt ?.

Auch wenn man sich langsam daran gewöhnt haben sollte.

Ich jedenfalls kann mich nicht mit solchen wirklich von einer hohen Intelligenz zeugenden Unterstellungen abfinden.

Und ich werde immer meine Meinung dazu äüssern.

Wollen wir uns wirklich und tatsächlich auf den total pervertierten Sumpf der USA herunterziehen lassen und die Todesstrafe bei uns wieder in Kraft setzten ?.

Wenn man sieht, was die Verantwortlichen bei einer Hinrichtung im letzten Jahr verzapft haben,
und einem da nicht der gesammte Mageninhalt hochkommt, dann bin ich tatsächlich am Ende mit meinem Latein.

Wurde doch kurzerhand, da die USA behaupten angeblich nicht mehr an Barbiturate heranzukommen (lächerlich !, denn bei ihren Tourneen durch die Welt haben
die sich doch schon immer genommen was sie wollten) auf jeden Fall wurde kurzerhand das Gemisch eines Opiates
mit einem Tranquilizer verwendet welches noch nie erprobt wurde (Wie denn auch )

Diese Handlungsweise bescherte dem Hingerichteten einen qualvollen Todeskampf von
über zwei Stunden !

Man stelle sich die Angst dieses Menschen, und bestiimmt auch seine Schmerzen vor

Schlimmer geht's nicht.

Auch wenn, er durch seine Tat bestimmt viel Elend und Leid verursacht hatt.

Und auch ich gebe zu, wenn erneut jemand in meiner Familie Opfer eines solchen Menschen werden würde, ich bestimmt sehr morbide Gedanken ihm gegenüber hätte.
Doch Gedanken sind Gedanken und man muss sie nicht äussern, und somit andere damit anstecken.

Die neuesten Pannen bei Hinrichtungen sprechen
ihre eigene Sprache.

Viele der zum Tode verurteilten, haben durch vorherigen Drogenkonsum eine hohe Tolleranz
gerade gegenüber Opiaten und Beruhigungsmitteln entwickelt und es ist dadurch perverser als die Todesstrafe
eh schon ist sie dann mit einem Opiat Beruhigungsmittelgemisch
töten zu wollen.

Sie sind die Versuchskanninchen, für neue Giftcoctails.

Es hat schon vor diesem Fall schlimme Pannen gegeben, und wird sie auch weiterhin geben,
und dies nicht nur bei Hinrichtungen durch die Giftspritze.

Dies wissen sicher die meisten.

Trotzdem
möchte ich dies, sowie diesen gesammten Artikel
Artikel an die richten die nur allzugern lauthals nach der Todesstrafe schreien.

Mühselig zu schreiben das viele unschuldig hingerichtet wurden, und das auch weiterhin
geschehen wird.

Sehr fraglich ob wir dann, in allen Fällen darüber informiert werden.

Bleibt nur zu hoffen, dass durch die passierten
grausamen Unfälle, beim töten dieser Menschen,
tatsächlich einmal mehr, das Ende der Todesstrafe beschleunigt wird.

Noch einmal möchte ich Jesus Christus zitieren,
diesmal direkt an die Verantwortlichen der Todesstrafe in den ja sooo christlichen USA gerichtet.

Wer von euch frei von Schuld ist, der werfe den ersten Stein.......

Gruss an alle,

Michael Rennings







 

Susanne Wagner from Nrw

Wednesday, 04-02-15 21:29

Ich hoffe Donald N. kriegt heute noch einen Aufschub, mir wird schlecht wenn ich an die drohende Hinrichtung denke.

Finde die Seite hier sehr gelungen!

Gruß

Susanne

 

David Chutlashvili from Tbilisi

Tuesday, 08-07-14 22:02

Ihr Gästebuch und Ihre Webseite finde ich sehr cool. Man weiss leider nicht, wie bitter und unmenschlich die Todesstrafe sein kann und noch sehr viele dumme Leute beschäftigen sich mit dem Unsinn, sie versuchen, diese Welt in Ruine zu verwandeln, weil sie nichts verstehen wollen. Ich werde mit meinen Werken immer gegen die Gewalt kämpfen. Nieder mit der Gewalt gegen die Frauen! Es lebe die Freiheit!

 

Gabi Uhl

Saturday, 10-05-14 12:37

Sehr geehrter Herr Schober,

DIE Meinung der GCADP bzw. IgT gibt es zu dieser Frage nicht, schätze ich - ich kann Ihnen nur meine persönliche darlegen.

Es ist zwar naheliegend auf den Gedanken zu kommen, dass durch die Nichtlieferung von Giften und damit Nichtbeteiligung eines Pharmakonzerns an Hinrichtungen in der Summe zumindest zwischenzeitlich größeres Leid entsteht. Jedoch ist dafür in meinen Augen nicht der Pharmakonzern verantwortlich, der kein Gift mehr liefert, sondern immer noch diejenigen, die die Todesstrafe - dann mit anderen Mitteln - vollstrecken.

Würde der Pharmakonzern die Gifte liefern, um zu verhindern, dass die Betroffenen noch grausamer hingerichtet werden, würde er sich aktiv beteiligen - und das kann als Gewissenlösung keinesfalls besser sein, wie ich finde.

Und wenn man schon tatsächlich die Menge an Leid aufrechnen will - ich halte die Tatsache, dass die USA mittlerweile so mächtige Probleme in der Giftbeschaffung haben, für einen Sargnagel für die Todesstrafe. Was heute zu mehr Leid führt, kann auf der anderen Seite langfristig dazu beitragen, dass die Todesstrafe ganz aus USA verschwindet.

Ob man den Kampf gegen die Todesstrafe über verpfuschte Hinrichtungen führen kann? Nun, niemand wird deshalb extra auf das Verpfuschen hinwirken, aber wenn es passiert, ist es in meinen Augen natürlich auch ein Gegenargument.

Wenn man die USA auf philosophischer Ebene von der Richtigkeit der Abschaffung der Todesstrafe überzeugen wollte, hätte man da wenig Chancen. In den USA sind am erfolgversprechendsten die Argumente hinsichtlich der Hinrichtung Unschuldiger, hinsichtlich der Kosten und jetzt vielleicht auch hinsichtlich der Grausamkeit. Und deshalb ist es, finde ich, auch legitim, diese Argumente zu nutzen.

Dennoch springe ich persönlich nicht auf jeden Zug auf. Als über Pentobarbital der Aufschrei laut wurde, dass man damit sonst Tiere einschläfere (wie grausam und welch ein Skandal!), habe ich dieses Argument nicht geteilt. Denn Tiere schläfern wir ja gerade besonders schmerzfrei ein, weil wir sie nicht leiden sehen möchten. Biologisch unterscheidet sich der Mensch da nicht vom Tier, und eine Tierärztin hat mir einmal gesagt, müsste sie - rein hypothetisch natürlich - einen Menschen einschläfern, würde sie dasselbe Mittel verwenden.

Mit freundlichen Grüßen
Gabi Uhl
- Initiative gegen die Todesstrafe e.V. -

 

Gerd Schober from München

Saturday, 10-05-14 07:21

Helft mir mal!
Die Abfolge der Ereignisse (ich rufe das nur in Erinnerung!):
1. Pharmakonzerne stellen die Lieferung von Chemikalien an die USA ein, wenn sie für Hinrichtungen verwendet werden.
2. Manche US-Bundesstaaten ändern infolgedessen die Hinrichtungsprozedur, weil diese Sanktion bei Hinrichtungen zum Chemikalienmangel geführt hat oder führen könnte.
Darüber hinaus gibt es Überlegungen zum Thema "Backup Methods" (Elektrischer Stuhl, Erschießung etc.), für den Fall, daß keine Chemikalien für Hinrichtungen zur Verfügung stehen.
3. Die infolge der Änderung von Hinrichtungsprozeduren neu eingeführten Gift-Cocktails sind "nicht erprobt" und mutieren zum Experiment. Im Resultat verpfuschen Ohio und Oklahoma die Hinrichtungen an Dennis McGuire und Clayton Lockett. Das klinische Sterben steigert sich zu einer neuen Dimension des Horrors.
Angesichts dieser Geschehnisse muß ich meinen moralischen Kompaß justieren.
a) Ist die Entscheidung der Pharmakonzerne falsch, weil sie zu "noch" größerem Leid führt?
b) Ist die Entscheidung der Pharmakonzerne richtig, weil man somit die Hände in Unschuld wäscht?
Ferner beschäftigt mich die Frage, ob man den Kampf gegen die Todesstrafe über die Grausamkeit "verpfuschter Hinrichtungen" und den juristischen Ausschluß bestimmter Hinrichtungsmethoden führen kann.
Ich hoffe, daß jeder den Konflikt verstanden hat.
Wie steht die GCADP dazu?
Mit freundlichen Grüßen
Gerd Schober

 
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