Hinrichtungen 2013: min. 778 plus 'Tausende' in China

Häufig gestellte Fragen

Gibt es Deutsche in amerikanischen Todestrakten?

Ja, im Moment befindet sich Michael Apelt im Todestrakt von Arizona. Das Urteil Dieter Riechmanns, der im Todestrakt von Florida war, wurde im März 2010 in eine lebenslängliche Freiheitsstrafe ohne Möglichkeit der vorzeitigen Haftentlassung auf Bewährung (life without parole) umgewandelt.

Wie hoch sind die Kosten für eine Mitgliedschaft bei der Initiative gegen die Todesstrafe e.V.?

Der jährliche Mitgliedsbeitrag für aktive Mitglieder beträgt 30,00 Euro (ermäßigt 15,00 Euro). Der Beitrag von Unterstützern, also nichtaktiven Mitgliedern, beträgt jährlich 50,00 Euro.

Weitere Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie hier.

Wie können Schüler/Minderjährige gegen die Todesstrafe aktiv werden?

Es gibt viele Möglichkeiten, als Schüler aktiv zu werden. Man kann zum Beispiel Wahlreferate zum Thema Todesstrafe halten. Außerdem kann man auch einen Lehrer ansprechen und fragen, ob das Thema im Unterricht behandelt wird. Die Klasse könnte gemeinsam überlegen, wie es bearbeitet werden soll und ob man eventuell damit auch eine öffentliche Aktion startet (zum Beispiel Artikel für die Regionalzeitung schreiben usw.).

Weitere Ideen, wie sich Jugendliche einbringen könnten, finden Sie hier.

Wo finde ich Informationen für Referate etc.?

Viele Informationen sind in der Website der Initiative gegen die Todesstrafe e.V. zu finden, siehe zum Beispiel die Seiten zur Todesstrafe in der Welt oder die Argumente. Hier gibt es auch ein umfangreiches Info-Paket als pdf-Datei zum Download. Immer sehr aktuelle Informationen gibt es bei www.amnesty-todesstrafe.de unter "Infos". Speziell zur Todesstrafe in den USA gibt es sehr gute und aktuelle Informationen in der allerdings englischsprachigen Seite www.deathpenaltyinfo.org..

Können Spendengesuche für einzelne Inhaftierte auf der Seite der Initiative gegen die Todesstrafe veröffentlicht werden?

Die Gefangenen haben die Möglichkeit, auf unserer Seite 'Gefangene suchen Hilfe' um Spenden z.B. für einen Verteidigungsfond zu bitten. Die Angaben dieser Seiten können von der Initiative allerdings nicht kontrolliert werden, wir achten lediglich darauf, dass wir die Texte entweder direkt vom Gefangenen oder aber von direkten Angehörigen oder Anwälten bekommen.

Nur in sehr seltenen Fällen ruft die Initiative gegen die Todesstrafe selbst für Spenden für einzelne Gefangene auf. Hierzu gibt es strenge Richtlinien, da wir dies nur in Fällen tun können, in denen wir absolut sicher sein können, dass das Geld auch dem angegebenen Zweck zugute kommt. Einige der Voraussetzungen hierfür sind z.B., dass Gelder immer direkt an einen Anwalt oder eine gemeinnützige Organisation vor Ort o.ä. überwiesen werden, dass wir vom Gefangenen des Anwalts eine Bestätigung bekommen, wofür Gelder benötigt werden usw. Dies wird immer anhand des Einzelfalls geprüft und ein solcher Spendenaufruf muss von der Vorstandschaft genehmigt werden.

Wie funktionieren Money Order und J-Pay?

Ausführliche Informationen zu Money Order und zum J-Pay-System finden Sie auf unseren Service-Seiten.

Muss ich Mitglied bei der IgT werden, um einem Gefangenen schreiben zu dürfen?

Nein, die Brieffreundschaften sind von einer Mitgliedschaft unabhängig. Da man gemeinsam jedoch bekanntlich stärker ist, ist jeder, der sich gegen die Todesstrafe engagieren möchte, herzlich bei der IgT willkommen.

Es hat sich außerdem gezeigt, dass man es während eines Briefwechsels mit einem Gefangenen im Todestrakt zu Situationen kommen kann, in denen es sehr hilfreich ist, wenn man sich mit anderen austauschen kann, die gleiche Erfahrungen machen bzw. gemacht haben. Auch hierfür ist eine Mitgliedschaft in einem Verein, der sich gegen die Todesstrafe engagiert, natürlich hilfreich.

Woher weiß ich, ob die Brieffreundschaftsgesuche noch aktuell sind?

Die Brieffreundschaftsgesuche auf den Seiten der Initiative gegen die Todesstrafe werden regelmäßig aktualisiert.Es finden sich dort nur Gesuche von Gefangenen, die noch immer Brieffreunde suchen.

Das Datum der letzten Aktualisierung findet sich jeweils am Ende des Brieffreundschaftsgesuches.

Wie viel Post bekommt ein Gefangener und woher weiß man, ob derjenige, dem man schreiben möchte, nicht schon zu viele Brieffreunde hat?

Gefangene, die auf den Seiten der Initiative gegen die Todesstrafe nach Brieffreunden suchen, sind auch ernsthaft daran interessiert.

Allerdings ist es der Initiative gegen die Todesstrafe nicht möglich zu prüfen, welcher Gefangene bereits wie viele Antworten auf sein Gesuch erhalten hat.

Gibt es Deutsch schreibende Todestraktinsassen in den USA?

Ja, es gibt einige wenige Deutsch schreibende Todestrakt-Insassen in den USA. Dabei handelt es sich jedoch um Ausnahmen. Die Gefangenen erwähnen in der Regel in ihren Gesuchen, ob sie, neben Englisch, noch weitere Sprachen sprechen / schreiben.

Welche Adresse haben die Gefangenen? Wo sende ich meinen Brief hin?

Die Adresse, unter denen die Gefangenen zu erreichen sind, steht jeweils unter den Brieffreundschaftsgesuchen.Wichtig ist hierbei immer, die Nummer des Gefangenen anzugeben, die in den Adressen in den Brieffreundschaftsgesuchen mit genannt ist.

Sind mehrere Brieffreunde in der gleichen Haftanstalt ein Problem?

Das ist abhängig von den Gefangenen, denen man schreibt. Es kann unproblematisch sein, es kann aber auch zu Unruhe unter den Gefangenen führen.

Kann ich meinen Brieffreund fragen, warum er zum Tode verurteilt wurde?

Das ist zwar nicht verboten, aber die Gefangenen können oder wollen hierzu oftmals keine Angaben machen, da sie teilweise auch von ihren Anwälten dazu angehalten sind, keine Informationen dazu in Briefen zu schreiben. Die Briefe werden von Gefängnisangestellten gelesen und Inhalte von Briefen können u.U. in einem evtl. Berufungsverfahren gegen den Gefangenen verwendet werden. Es ist verständlich, dass etwaige Verfahren, Gnadengesuche etc. nicht gefährdet werden sollen.

Wie hoch sind die Portokosten?

Ein normaler Brief (bis 20 gr) in die USA kostet 0,75 Euro. Ein schwererer Brief (bis 50 gr) kostet 1,50 Euro. Die aktuellen Preise für Lustpostbriefe in die USA finden Sie auf den Seiten der deutschen Post.

Ist das Schreiben von Minderjährigen an einen Gefangenen erlaubt?

In einigen Bundesstaaten ist es den Gefangenen untersagt, Kontakt zu Minderjährigen zu unterhalten. Die Initiative gegen die Todesstrafe rät Jugendlichen unter 18 Jahren von einer Brieffreundschaft ab.

Muss ich meine private Adresse angeben, oder geht auch eine Postfachadresse?

In der Regel gibt man seine normale Adresse an. Wenn man das jedoch aus verschiedenen Gründen nicht möchte, ist es möglich eine Postfachadresse beim zuständigen Postamt anzumelden und als Adresse anzugeben. Die Angabe des vollständigen Namens ist aber auch dabei erforderlich.

Was darf ich im Brief mitschicken?

Die Länge des Briefes, bzw. eine gewisse Anzahl der Blätter darf in manchen Staaten nicht überschritten werden. Auch dürfen in vielen Staaten keine Briefmarken, Bargeld, Sticker, Tackernadeln, Büroklammern oder Ähnliches mit in den Briefumschlag gegeben werden. Ebenfalls kann die Anzahl der Fotos, die man beifügen möchte, begrenzt sein.

Bevor man also einen Gefangenen kontaktiert, sollte man sich unbedingt vorher informieren, was genau die Vorgaben es in welchem Staat gibt. Oftmals ändern sich die Bestimmungen sehr schnell, so dass es am sichersten ist, seinen Brieffreund zu Beginn direkt danach zu fragen.

Um Ihnen eine erste Kontaktaufnahme zu erleichtern, haben wir uns bemüht, die für einen ersten Brief wichtigsten Briefregeln eines Staates jeweils auf der Einstiegsseite zu den Brieffreundschaftsgesuchen dieses Staates aufzuführen.

Ist eine finanzielle Unterstützung des Gefangenen erforderlich?

Eine finanzielle Unterstützung ist auf jeden Fall kein Muss.

Viele der Gefangenen sind einfach nur auf der Suche nach einem Brieffreund, nach einem regen Austausch mit anderen Menschen, die ihnen den Kontakt und Anschluss zur Außenwelt ermöglichen. Menschen, die Anteil nehmen durch ihre Freundschaft und ihr Mitgefühl.

Allerdings gibt es Gefangene, die keine finanzielle Unterstützung von Familienangehörigen etc. erhalten. Da es für die Gefangenen auch keine Möglichkeit gibt, im Gefängnis entgeltlich zu arbeiten, könnte die Finanzierung von beispielsweise Briefmarken eine denkbare Unterstützung sein. Um den Gefangenen finanziell zu unterstützen, kann man Geld auf dessen Konto per Money Order oder Jay Pay überweisen.  

Es gibt aber durchaus auch Gefangene, die ganz gezielt nach finanzieller Unterstützung suchen, z.B. um die Kosten für einen Anwalt aufbringen zu können. Diese wenden sich jedoch offen an die Initiative gegen die Todesstrafe mit einem Hilfegesuch.

Wie lange dauert die Zustellung eines Briefes in der Regel?

Sieht man von Feiertagen, Sonntagen und Wochenenden ab, so dauert die Zustellung eines Briefes in der Regel 6 bis 10 Tage. In den meisten Gefängnissen der USA wird an den Wochenenden ( an Samstagen und Sonntagen ) keine Post zugestellt.

Kann man E-Mails an die Gefangenen schicken?

Das ist leider nicht direkt möglich, da die Gefangenen nicht über einen Internetzugang verfügen. Man kann lediglich per Brief mit den Gefangenen in Kontakt zu treten. Eine Alternative ist http://www.l-mail.com/ - auf diesem Weg kann man den Brief online schreiben und in den USA ausdrucken und verschicken lassen. Das spart bei Briefen bis 3 Seiten Länge Zeit und Porto.  

Eine sehr schnelle Alternative ist das Angebot von www.jpay.com, soweit Gefängnisse an diesen Service angeschlossen sind. In dem Fall sendet man zum Preis von 44 US-Cent pro Seite eine E-Mail an den Gefangenen, die im Gefängnis selbst ausgedruckt wird. So erhält der Gefangene die Nachricht in der Regel innerhalb von 48 Stunden, mitunter sogar am selben Tag. Allerdings kann der Gefangene nur auf dem herkömmlichen Postweg antworten.

Darf man Pakete schicken (Weihnachten/Geburtstag)? Bzw. was darf man überhaupt schicken?

Dieses ist in den meisten Staaten nicht gestattet.

Allerdings gibt es durchaus Möglichkeiten, den Gefangenen z.B. Bücher zukommen zu lassen. Man darf selbst jedoch keine Bücher schicken. Das ist nur über den jeweiligen Verlag oder über den Buchhandel (z.B. Amazon) möglich.

Auch bieten manche wenige Staaten den Gefangenen die Möglichkeit, ein - bis zweimal im Jahr Pakete zu empfangen. In solchen Fällen senden die Gefangenen ihren Brieffreunden einen so genannten Orderzettel zu, auf dem sie angekreuzt haben, was sie benötigen. Das von dem Gefangenen Bestellte darf einen gewissen Betrag nicht überschreiten. Über das Internet wird bei einem amerikanischen Konzern dann geordert und online bezahlt. Dem Gefangenen wird nach Eingang des Rechnungsbetrages dann das Paket zugestellt.

Da die verschiedenen Staaten ihre Regelungen bezüglich Büchern und anderen Geschenken sehr unterschiedlich handhaben und diese auch teilweise sehr kurzfristig ändern, raten wir, den Brieffreund unbedingt nach den aktuell geltenden Regeln zu fragen, bevor man irgend etwas für ihn bestellt.

Wie sind die Besuchsregeln in den einzelnen Staaten?

Informationen hierzu findet man auf den Homepages der jeweiligen Gefängnisse. Es ist jedoch empfehlenswert den Brieffreund zu den speziellen Bestimmungen zu fragen.  

Die Todesstrafe in der Welt

Es gibt leider noch 46 Staaten und Territorien, die eine Todesstrafe im Gesetz beibehalten und in den letzten zehn Jahren auch Hinrichtungen durchgeführt haben, unter ihnen auch Staaten wie die USA oder Japan.

Einen kleinen Überblick über die Todesstrafe weltweit finden Sie hier.

 

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