Hinrichtungen 2013: min. 778 plus 'Tausende' in China

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David Chutlashvili aus Tbilisi

Dienstag, 08-07-14 22:02

Ihr Gästebuch und Ihre Webseite finde ich sehr cool. Man weiss leider nicht, wie bitter und unmenschlich die Todesstrafe sein kann und noch sehr viele dumme Leute beschäftigen sich mit dem Unsinn, sie versuchen, diese Welt in Ruine zu verwandeln, weil sie nichts verstehen wollen. Ich werde mit meinen Werken immer gegen die Gewalt kämpfen. Nieder mit der Gewalt gegen die Frauen! Es lebe die Freiheit!

 

Gabi Uhl

Samstag, 10-05-14 12:37

Sehr geehrter Herr Schober,

DIE Meinung der GCADP bzw. IgT gibt es zu dieser Frage nicht, schätze ich - ich kann Ihnen nur meine persönliche darlegen.

Es ist zwar naheliegend auf den Gedanken zu kommen, dass durch die Nichtlieferung von Giften und damit Nichtbeteiligung eines Pharmakonzerns an Hinrichtungen in der Summe zumindest zwischenzeitlich größeres Leid entsteht. Jedoch ist dafür in meinen Augen nicht der Pharmakonzern verantwortlich, der kein Gift mehr liefert, sondern immer noch diejenigen, die die Todesstrafe - dann mit anderen Mitteln - vollstrecken.

Würde der Pharmakonzern die Gifte liefern, um zu verhindern, dass die Betroffenen noch grausamer hingerichtet werden, würde er sich aktiv beteiligen - und das kann als Gewissenlösung keinesfalls besser sein, wie ich finde.

Und wenn man schon tatsächlich die Menge an Leid aufrechnen will - ich halte die Tatsache, dass die USA mittlerweile so mächtige Probleme in der Giftbeschaffung haben, für einen Sargnagel für die Todesstrafe. Was heute zu mehr Leid führt, kann auf der anderen Seite langfristig dazu beitragen, dass die Todesstrafe ganz aus USA verschwindet.

Ob man den Kampf gegen die Todesstrafe über verpfuschte Hinrichtungen führen kann? Nun, niemand wird deshalb extra auf das Verpfuschen hinwirken, aber wenn es passiert, ist es in meinen Augen natürlich auch ein Gegenargument.

Wenn man die USA auf philosophischer Ebene von der Richtigkeit der Abschaffung der Todesstrafe überzeugen wollte, hätte man da wenig Chancen. In den USA sind am erfolgversprechendsten die Argumente hinsichtlich der Hinrichtung Unschuldiger, hinsichtlich der Kosten und jetzt vielleicht auch hinsichtlich der Grausamkeit. Und deshalb ist es, finde ich, auch legitim, diese Argumente zu nutzen.

Dennoch springe ich persönlich nicht auf jeden Zug auf. Als über Pentobarbital der Aufschrei laut wurde, dass man damit sonst Tiere einschläfere (wie grausam und welch ein Skandal!), habe ich dieses Argument nicht geteilt. Denn Tiere schläfern wir ja gerade besonders schmerzfrei ein, weil wir sie nicht leiden sehen möchten. Biologisch unterscheidet sich der Mensch da nicht vom Tier, und eine Tierärztin hat mir einmal gesagt, müsste sie - rein hypothetisch natürlich - einen Menschen einschläfern, würde sie dasselbe Mittel verwenden.

Mit freundlichen Grüßen
Gabi Uhl
- Initiative gegen die Todesstrafe e.V. -

 

Gerd Schober aus München

Samstag, 10-05-14 07:21

Helft mir mal!
Die Abfolge der Ereignisse (ich rufe das nur in Erinnerung!):
1. Pharmakonzerne stellen die Lieferung von Chemikalien an die USA ein, wenn sie für Hinrichtungen verwendet werden.
2. Manche US-Bundesstaaten ändern infolgedessen die Hinrichtungsprozedur, weil diese Sanktion bei Hinrichtungen zum Chemikalienmangel geführt hat oder führen könnte.
Darüber hinaus gibt es Überlegungen zum Thema "Backup Methods" (Elektrischer Stuhl, Erschießung etc.), für den Fall, daß keine Chemikalien für Hinrichtungen zur Verfügung stehen.
3. Die infolge der Änderung von Hinrichtungsprozeduren neu eingeführten Gift-Cocktails sind "nicht erprobt" und mutieren zum Experiment. Im Resultat verpfuschen Ohio und Oklahoma die Hinrichtungen an Dennis McGuire und Clayton Lockett. Das klinische Sterben steigert sich zu einer neuen Dimension des Horrors.
Angesichts dieser Geschehnisse muß ich meinen moralischen Kompaß justieren.
a) Ist die Entscheidung der Pharmakonzerne falsch, weil sie zu "noch" größerem Leid führt?
b) Ist die Entscheidung der Pharmakonzerne richtig, weil man somit die Hände in Unschuld wäscht?
Ferner beschäftigt mich die Frage, ob man den Kampf gegen die Todesstrafe über die Grausamkeit "verpfuschter Hinrichtungen" und den juristischen Ausschluß bestimmter Hinrichtungsmethoden führen kann.
Ich hoffe, daß jeder den Konflikt verstanden hat.
Wie steht die GCADP dazu?
Mit freundlichen Grüßen
Gerd Schober

 

Jessica R.

Freitag, 14-03-14 19:57

@Nadine L.:

Auf die Frage, wie oft das denn nun vorkommt, daß ein Häftling seine/n Brieffreund/in auszunutzen versucht, kann ich nur vage antworten.
Es gibt halt keine Statistiken, wie viele Brieffreundschaften positiv verlaufen und wie viele negativ.

Nach den bisherigen Erfahrungen der Leute, die ich kenne (und auch nach meinen - allerdings noch nicht so langjährigen - Erfahrungen), kommt sowas halt vor, betrifft aber nicht die Mehrheit der Häftlinge.

Man muß halt immer dran denken, daß so etwas passieren KANN - und natürlich auch, daß die meisten dieser Menschen für Schlimmeres im Todestrakt sitzen als "nur" dafür, andere Menschen belogen oder manipuliert oder ausgenutzt zu haben.
Man sollte halt immer so ein bißchen "alert"
sein, zumindest in der Anfangsphase, bis man sich etwas besser kennt.
Und auch danach sollte man sich nicht zu irgendetwas bringen lassen, was man nicht möchte - sei es zu Spenden in einem Umfang, den man nicht leisten kann oder will, sei es zu irgendwelchen schlüpfrigen Briefen, die man weder erhalten noch versenden möchte, oder sonst irgend etwas.

Sollten Sie sich zu einem Versuch einer Brieffreundschaft entschließen und Sie kommen in eine Situation, in der Sie sich nicht sicher sind, was Sie davon halten sollen, können Sie sich gern jederzeit an die Initiative gegen die Todesstrafe wenden.

Ich hoffe, Ihnen damit wenigstens erst einmal so ein bißchen weitergeholfen zu haben.

Liebe Grüße
Jessica

 

Susan Nowacki

Donnerstag, 13-03-14 17:18

Hallo Melanie,

Sie können Bücher über jegliche Drittanbieter verschicken, nicht nur Amazon, sondern auch Alibris, wo man sehr günstig gebrauchte Bücher kaufen kann, oder andere. Auch Zeitungsabos können Sie für den Gefangenen ordern. Zudem gibt es seit dem letzten Jahr die Möglichkeit für Gefangene in Texas im Commissary des Texas Departement of Criminal Justice (kurz: TDCJ) via Internet einzukaufen. Alle 3 Monate im Wert von $ 50,00 und das, was dort angeboten wird. Ich weiß nicht, wie gut Sie Ihren Brieffreund kennen und was er bevorzugt, was er braucht oder ob jemand anderes dort schon für ihn "Einkäufe" tätigt (dann können Sie das ohnehin nicht auch noch tun; es geht eben nur 1x alle 3 Monate für $ 50,00). Grundsätzlich würde ich Ihnen immer vorschlagen, das vorher mit dem Gefangenen zu besprechen aber letztlich werden Sie das besser einschätzen können. Dort gibt es jedenfalls auch Schokolade, Duschgel, Briefpapier, Kugelschreiber, Kaffee und anderes. Die Webseite ist folgende: https://tdcj-ecommdirect.portal.texas.gov/

Mit besten Grüßen Susan Nowacki

 
 

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