So wurde dem Theologen David Berger, der sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekannte, in der letzten Woche seine Lehrerlaubnis durch Kardinal Meißner entzogen. In einem Interview sagte Berger, dass radikale Katholiken sogar die Todesstrafe für Homosexuelle fordern.
In 8 Ländern der Welt ist die Todesstrafe für Homosexualität noch immer im Gesetz verankert und in 6 Ländern wird sie noch ausgeführt.
Länder in denen die Todesstrafe noch praktiziert wird:
Länder in denen die Todesstrafe noch im Gesetz verankert ist:
Die häufigste Hinrichtungsmethode ist das Steinigen.
In einigen muslimischen Ländern – so auch im Irak - werden Homosexuelle qualvoll hingerichtet. So wird ihnen der Anus zugeklebt und sie bekommen als Getränk ein starkes Abführmittel (Terminus: “iranischer Kaugummi“).
In Uganda entstand 2009 einen Gesetzesentwurf, der Homosexualität wieder mit dem Tode bestrafen sollte. Aufgrund eines massiven öffentlichen Drucks wurde dieser Gesetzesentwurf in der letzten Woche wieder auf Eis gelegt.
Niemand sollte wegschauen und zulassen, dass diese Dinge noch immer geschehen! Bitte engagiert Euch. Schreibt an die ausländischen Botschaften in Eurem Land und weist sie darauf hin, dass Ihr derartiges nicht billigen wollt und könnt! Sucht nach Petitionen und unterschreibt diese! Bittet auch Mauretanien und die vereinigten arabischen Emirate darum das Gesetz für die Todesstrafe bei Homosexualität aus ihren Büchern zu entfernen! Uganda hat gezeigt, dass massiver Druck die Abschaffung bewirken kann! Macht Euch stark für diese Menschen, die ohne Druck von außen weiter hingerichtet werden!
Susan Nowacki, Mitglied von IgT
Ich bin gegen die Todesstrafe, immer und in jedem Fall. Ihr aber verbindet hier die Ablehnung der Todesstrafe mit einer bestimmten Einstellung zur Homosexualität, was manipulierend ist und zugleich kontraproduktiv wirkt.
Jenes "noch immer" impliziert eine Meinung die ich nicht teile. Ich lehne Homosexuelle ab; sie verletzen meine Gefühle. Ekel gehört zu den so genannten "Grundgefühlen" und ist, ganz wie Zu- oder Abneigung, mit expressiver Gestik verbunden. Will sagen: respektiert auch meine Gefühle.
Durch die Verbindung der Themen erzeugt ihr (bei mir zumindest und vielleicht bei vielen anderen, die es sich nicht zu sagen trauen - Stichwort "politische Korrektheit" als Unterdrückungsmechanismus) konkrete Ablehnung. Ihr verletzt auch meine Gefühle.
Es mag sein, dass auch diese Seite von Linken dominiert ist, die jene unsägliche frühkindliche Sexualisierung betreiben. Das ist jener neostalinistische Ungeist, den Daniel Cohn Bendit oder Volker Beck vertreten. Auch das verletzt meine Werte.
Dem Kampf gegen die Todesstrafe tut ihr damit keinen Gefallen. Haltet die Themen auseinander, verzichtet auf Manipulation. Anderenfalls kann ich euch nicht unterstützen. Ich spielte mit dem Gedanken, eurem Verein beizutreten, das werde ich mir jetzt genau überlegen, denn ich bin weder links noch grün.
Benjamin
mit Verlaub, Sie begehen hier den Kardinalfehler schlechthin. Niemals darf man verschiedene Themen miteinander kombinieren und zu einem einzigen zusammenführen. Im Grunde betreiben Sie Manipulation, wenn Todesstrafe und Homosexualität miteinander verknüpft werden.
Das Delikt selbst, ob Gemüsediebstahl in China oder Homosexualität in einem der genannten Länder, ist mir herzlich egal. Ich bin immer gegen die Todesstrafe, egal wen sie trifft. Der besondere Hinweis auf Homosexualität indes führt manipulativ zur Anerkennung derselben und das lehne ich ab.
Auch wenn der Unterdrückungsmechanismus der 'politischen Korrektheit' derlei Aussagen verbietet: Homosexuelle verletzen meine Gefühle. Ich bin damit nicht alleine, nur werden diese Gefühle im real existierenden Bundesrepublikanismus verschwiegen (Schweigespirale). Es geht hier um so genannte Grundgefühle, die sämtlich mit expressiver Gestik verbunden sind; Ekel gehört dazu wie Ab- oder Zuneigung.
Mit der Verbindung beider Themen zwingen sie mich als Nebenprodukt der Ablehnung von Todesstrafe die für mich abstoßend-widernatürliche [1] Homosexualität anzuerkennen. Ich würde mich durch Zustimmung manipulieren lassen und das lehne ich ab.
Vermutlich vertreten Sie eine linke Ideologie. Ich muss in diesem Kontext an Daniel Cohn Bendit oder Volker Beck denken, die selbst Pädophilie sukzessiv enttabuisieren und entkriminalisieren wollen. Ich lehne das mit derselben Vehemenz ab wie die Todesstrafe und Homosexualität.
Religion die sich diesem Zeitgeist anpasst ist korrumpiert. Deshalb begrüße ich den Entzug der Lehrerlaubnis für David Berger durch Kardinal Meißner. Und wenn ausgerechnet Herr Berger von 'radikalen Katholiken' fabuliert, dann erscheint mir das als sehr vordergründig. Auch hier manipulieren Sie ohne Ende auf eine Art und Weise, die Sie, Frau Nowacki, in einem ausgesprochen dubiosen Licht erscheinen lässt. Es sieht ganz so aus, als sei die Todesstrafe für Sie nichts als ein Vehikel zum Transport ganz anderer Sachverhalte. Das nennt man dann übrigens Populismus.
Sowohl Papst Benedikt (im Fall des Troy Davis etwa) als auch sein Vorgänger haben ihre Haltung gegen die Todesstrafe eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Auf die Fürbitte unseres weltweit geliebten Papstes Johannes Paul II. etwa wurde ein Todeskandidat vom zuständigen Gouverneur begnadigt. Ich glaube nicht, dass Sie Vergleichbares für sich in Anspruch nehmen können. Ihnen aber scheint jedes Mittel recht zu sein, gegen die katholische Kirche wegen ihrer immer noch bestehenden Moral Front zu machen.
Ich habe mir überlegt bei der GCADP Mitglied zu werden. Ohne einer klaren thematischen Trennung sowie der deutlichen Distanzierung von anti-katholischer Hetze ist mir das aber nicht möglich.
Mit freundlichen Grüßen
Benjamin Goldstein
[1] Erdöl ist zweifellos ein Naturprodukt. Was dieses Naturprodukt indes im Golf von Mexiko angerichtet hat zeigt, dass Integration sehr wohl buchstäblich widernatürlich sein kann. Die Natur hat das Öl im Meer nicht integriert und ich wende mich entschieden gegen die Integration von Homosexuellen in unserer Gesellschaft. Das hindert mich aber keineswegs daran gegen die Todesstrafe einzutreten, wie ich es seit Jahren ins Werk setze.
Dann sollte man vielleicht auch Homosexualität und Erdöl nicht miteinander vermischen, oder? :-D
Denn Ihr Kommentar legt dann auch nahe, daß Sie diese Anti-Todesstrafen-Seite dazu benutzen, um anti-homosexuelle und radikal katholische Inhalte zu propagieren.
Wie sagte einst mein Beichtvater:
Wenn du mit einem Finger auf jemand anderen zeigst, zeigen vier Finger auf dich selbst zurück.
Und Jesus sagt: Den Splitter im Auge deines Bruders siehst du, aber den Balken im eigenen Auge siehst du nicht.
(Ich bin übrigens katholisch, ebenfalls weder links noch grün und NICHT homosexuell, aber tolerant.)
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