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18.08.2004 | Ruanda: Keine Todesstrafe in Völkermordprozessen

Das UN Tribunal für Ruanda (ICTR) wird Anfang nächsten Jahres über 40 Angeklagte in ihr Heimatland überstellen. Dort sollen ruandische Gerichte die den Angeklagten zur Last gelegten schwereren Menschenrechtsverletzung verhandeln. Die ruandische Regierung sicherte dem Tribunal faire Verfahren und den Verzicht auf die Todesstrafe zu. Das ICTR wurde vor 10 Jahren eingerichtet, um die Hauptschuldigen an der Ermordung von ca. 800000 Tutsis innerhalb weniger Wochen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Überstellung von Angeklagten an ruandische Gerichte erfolgt, weil das Tribunal 2008 aufgelöst werden soll und bis dahin noch mehr Fälle zu verhandeln hätte, als es in den letzten 10 Jahren verhandeln konnte.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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