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01.03.2004 | USA: Kerry spricht sich gegen die Todesstrafe aus

In einer Debatte an der University of Southern California in Los Angeles anlässlich der Primärwahlen vom kommenden Dienstag in Kalifornien hat sich der demokratische Spitzenreiter John Kerry erstaunlich deutlich gegen die Todesstrafe ausgesprochen, die laut Meinungsumfragen von einer Mehrheit der Amerikaner gutgeheissen wird. Auf die Frage des Gesprächsleiters, ob er einen allfälligen Mörder seines fünfjährigen Kindes schonen würde, antwortete Kerry, ohne zu zögern, dass er ihn wahrscheinlich am liebsten mit eigenen Händen erwürgen würde. Trotzdem sei er der Meinung, dass die Todesstrafe nur bei Terroristen, die viele Menschenleben auf dem Gewissen hätten, angewendet werden sollte. Es seien zu viele Justizfehler gemacht worden in den vergangenen Jahren. Dass aufgrund von DNA-Analysen in über 100 Fällen die Unschuld von zum Tode verurteilten Personen festgestellt worden sei, zeige klar auf, dass das Prozess-System in den USA mangelhaft sei und der Revision bedürfe. (NZZ)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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