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02.05.2005 | Das qualvolle Sterben

Während die Zahl der Todeskandidaten in den USA sinkt, ergeben neue Untersuchungen, dass Exekutionen oft schmerzhaft und langwierig sind
Offenbar war des Öfteren eine so geringe Menge Narkotika injiziert worden, dass die Menschen bei vollem Bewusstsein aber komplett bewegungs- oder sprechunfähig qualvoll erstickten. Teilweise zeichnen sich die Mittel durch eine sehr schnell einsetzende aber nur kurz anhaltende Wirkungszeit aus. Kommt es zu Komplikationen, die den Ablauf der Hinrichtung stören, kann das schwerwiegende Folgen haben. Es gibt viele Berichte, wo Gefangene minuten- oder sogar stundenlang mit dem Tod rangen, sei durch eine Überreaktion auf einen Inhaltsstoff oder ein durch technisches Versagen der automatischen Injektionsvorrichtung. Obduktionen von Exekutierten ergaben, dass bei mehr als zwei Drittel der Untersuchten die Dosis geringer war als bei einer Operation, fast die Hälfte hätten wahrscheinlich starke Schmerzen gelitten.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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