zurück zur Übersicht

30.08.2005 | Indiana: Gouverneur wandelt Todesstrafe um

Nur Stunden vor der geplanten Hinrichtung wandelte Gouverneur Mitch Daniels das Todesurteil für Arthur P. Baird II in eine lebenslängliche Haftstrafe ohne die Möglichkeit vorzeitiger Entlassung um, obwohl sowohl der Begnadigungsausschuss als auch der Indiana Supreme Court eine Begnadigung abgelehnt hatten.

In einer schriftlichen Begründung, nannte Daniels die Todesstrafe zwar eine dem Verbrechen und der Beweislage angemessene Bestrafung, sah aber in diesem besonderen Fall angesichts der Meinung der Opferfamilie und der geistigen Erkrankung von Baird in einer lebenslangen Haftstrafe die gerechtere Strafe.

'Die einmütige Ansicht der Familienmitglieder, die sie zur Zeit des Verfahrens und Jahre später geäußert haben, zeigt, dass sie die lebenslängliche Haftstrafe ohne Bewährung als die angemessenste Bestrafung für Mr. Baird ansehen. Alle Mitglieder der Jury, deren Ansichten bekannt sind, sagen ebenfalls, dass, wenn es die Möglichkeit gegeben hätte, lebenslänglich ohne Bewährung zu verhängen, sie diese Strafe anstatt der Todesstrafe verhängt hätten.

'Bairds Anwältin Sarah L. Nagy zeigte sich hocherfreut über diese Entscheidung und lobte den Gouverneur: 'Wir wollen dem Gouverneur dafür danken, dass er Gnade zeigte angesichts von Mr. Bairds geistigem Gesundheitszustand.'

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

zurück zur Übersicht