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01.05.2005 | Jemen: 21 jährige Mutter soll morgen hingerichtet werden

Amina Ali Abduladif ist eine 21jährige Gefangene im Zentralgefängnis in Sana'a, Jemen. Am 22.11.1998 wurde sie wegen Mithilfe am Mord ihres Mannes Hezam Hasan Qabail verhaftet. Zum Zeitpunkt des Verbrechens war Amina 14 Jahre alt.

Amina wurde mit 11 Jahren verheiratet. Mit 12 J. hatte sie die erste Menstruation und zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung war sie mit ihrer 2. Tochter schwanger.Bis heute beteuert sie ihre Unschuld. Das Strafverfahren verurteilte Amina zur Todesstrafe.Bei der Berufungsinstanz in Al Mahwet wurde Aminas Fall nicht diskutiert und der Bericht des zuständigen Arztes, der ihr Alter bestimmte, nicht in Betracht gezogen.Das Berufungsgericht bestätigte das erste Urteil.Beim Obersten Gerichtshof hat Amina die ursprüngliche Verurteilung angefochten, aber das Oberste Gericht hat es erneut bestätigt und Amina wurde erneut zum Tode verurteilt.

Während ihrer Haft in Al Mahwet war Amina vergewaltigt worden und wurde schwanger. Daraufhin wurde sie ins Zentralgefängnis von Sana'a verlegt, wo ihre Schwangerschaft zum Aufschub ihrer Hinrichtung führte bis das Kind 2 Jahre alt ist, um das Baby solange stillen zu können.Im Mai 2005 wird Aminas Kind nun 2 Jahre alt sein und die Hinrichtung wird entsprechend des Urteilsspruches durch ein Erschießungskommando durchgeführt werden.

Das Zentrum für Rechtswahrung (Legal Center), die 'Letzte Chance für Freiheit' bemüht sich um Rechtshilfe für Amina. Die Verteidigung begegnet vielen Schwierigkeiten.

Dem Rechtsanwalt wird der Zugang zu Aminas Akten von der Staatsanwaltschaft rechtswidrig verwehrt.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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