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24.10.2005 | Texas: Ruben Cantu 1993 wahrscheinlich unschuldig hingerichtet

Wie die texanische Zeitung Houston Chronicle berichtete, wurde der zur Tatzeit 17 jährige Ruben Cantu, der den ihm zu Last gelegten Mord stets bestritt, vermutlich unschuldig hingerichtet.

Sowohl der Staatsanwalt als auch die Sprecherin der Jury äußern inzwischen Zweifel an der Schuld Cantus. Darüberhinaus gingen sowohl der für den Fall zentrale Augenzeuge als auch Cantus Mitangeklagter David Garza an die Öffentlichkeit und sagten, dass Texas einen Unschuldigen hingerichtet habe.

Der Augenzeuge Juan Moreno, der 1984 ein 19 jähriger illegaler Einwanderer war, gab an, von der Polizei derartig unter Druck gesetzt worden zu sein, Cantu zu identifizieren, dass er schließlich der Version der Polizei zustimmte, dass Cantu ihn angeschossen habe, obwohl er zuvor in der Vernehmung mehrmals gesagt habe, dass es nicht Cantu gewesen sei.

'Sie haben die Schuld dem falschen Mann aufgeladen. Cantu ist unschuldig. Ich bin sicher.' David Garza gab in einer eidesstattlichen Erklärung gegenüber dem Houston Chronicle an, dass er am 18. November 1984 nicht mit Cantu, wie er bisher behauptet hatte, sondern mit einem anderen Teenager aus der Nachbarschaft den Einbruch begangen habe. "Ruben Cantu hatte nichts zu tun mit dem Mord, dem versuchten Mord und dem Raub bei den zwei Männern in der Bridge Street 605. Ich sollte das wissen."

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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