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09.11.2005 | Texas: Verschärfte Haftbedingungen für Charles Thompson

Der texanische Todestraktinsasse Charles Thompson, der am Montag nach seiner viertägigen Flucht in Louisiana wieder aufgegriffen worden war (siehe weiter unten), wird wegen der Flucht eine Anklage erhalten.

Michelle Lyons, eine Sprecherin des texanischen Justizbehörde, gab bekannt, dass Thompson zunächst unter verschärfter Bewachung gehalten und zahlreichen Einschränkungen unterworfen sein wird. So wird er seine Zelle nicht mehr einmal am Tag für eine Stunde sondern nur noch einmal die Woche verlassen dürfen. Er wird zunächst außer seinem Anwalt keine Besuche empfangen und keine Telefon oder Briefkontakte haben dürfen. Außerdem wird er weder ein Radio noch eine Schreibmaschine besitzen dürfen.

Wie Thompson an die Zivilkleidung und an den gefälschten Mitarbeiterausweis kommen konnte und wie er ins 200 Meilen entfernte Shreveport in Louisiana gekommen ist, ist noch nicht geklärt.

Im Zusammenhang der Ermittlungen wurden auch zwei Mitglieder der deutschen Antitodesstrafengruppe Alive e.V. befragt, die Thompson am Tag vor seiner Flucht im Bezirksgefängnis besucht hatten. Petra Herrmann von Alive e.V. sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, dass sie schockiert über Thompsons Flucht sei: 'Es war ein normaler Besuch, wie wir ihn auch am Tag davor hatten. Und es war geplant, dass ich ihn am Donnerstag wieder im Gefängnis besuche. Aber zu der Zeit war er nicht mehr da'.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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