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30.11.2005 | Virginia: Robin Lovitt zu lebenslanger Haft begnadigt

Einen Tag vor der geplanten Hinrichtung des 42-jährigen Lovitts begnadigte Gouverneur Mark Warner ihn zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung.

Als Begründung gab Warner an, dass das Fehlen eines wirklich entscheidenden Beweisstück ihn überzeugt habe, dass der Angeklagte nicht am Mittwoch hingerichtet werden sollte.

Bei dem fehlenden Beweisstück handelte es sich um die Schere, mit der Lovitt den Mord begangen haben soll. Ein Gerichtsangestellter hatte die Schere versehentlich weggeworfen, so dass keine weiteren DNA Tests an der Mordwaffe durchgeführt werden konnten.

Es wird angenommen, dass Warners Entscheidung für Begnadigung auch damit zusammenhängen könnte, dass Lovitts Hinrichtung unter besonderer öffentlicher Beobachtung stand - es wäre die 1000. seit Wiedereinführung der Todesstrafe gewesen - und dass die Hinrichtung eventuell negative Folgen für die weitere Karriere des Politikers gehabt hätte. Warner will möglicherweise als Präsidentschaftskandidat der Demokraten für die Wahlen 2008 antreten.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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