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22.05.2006 | Iran: ai verurteilt Iran wegen Hinrichtung minderjähriger Straftäter

Nach Angaben von ai wurde am 13. Mai in der iranischen Stadt Khorramabad ein namentlich nicht bekannte 17 jähriger Jugendlicher erhängt. Dies war die erste öffentlich bekannt gewordene Hinrichtung eines jugendlichen Straftäters in diesem Jahr. Im Jahre 2005 war der Iran das einzige Land, in dem jugendliche Straftäter hingerichtet wurden. In den USA, die bis dahin bei der Hinrichtung Jugendlicher weltweit eine Spitzenposition eingenommen hatten, wurde die Hinrichtung von zur Tatzeit Minderjähriger im letzten Jahr durch den US Supreme Court verboten.

ai erinnerte Iran an seine Verpllichtungen aus dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte und UN-Übereinkommen über die Rechte des Kindes und forderte die Regierung auf , ein sofortiges Moratorium auszusprechen und die entsprechende Gestzesänderungen zügig anzugehen.

(In Artikel 37 des UN-Übereinkommen "Rechte des Kindes"wird die Todesstrafe für Personen unter 18 Jahren ausgeschlossen: Die Vertragsstaaten stellen sicher, a) daß kein Kind der Folter oder einer anderen grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung oder Strafe unterworfen wird. Für Straftaten, die von Personen vor Vollendung des achtzehnten Lebensjahrs begangen worden sind, darf weder die Todesstrafe noch lebenslange Freiheitsstrafe ohne die Möglichkeit vorzeitiger Entlassung verhängt werden)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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