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21.01.2006 | Kaifornien: Moratoriumspläne in demokratischer Fraktion gescheitert

Im Dezember hatten fünf demokratische Abgeordnete der kalifornischen Legislative in Sacramento bekannt gegeben, dass sie im Januar den Antrag auf ein Moratorium für die Todesstrafe vorlegen wollten, während dessen das Strafrechtssystem überprüft werden sollte. Die Abgeordneten machten geltend, dass systembedingte Fehler in der Strafjustiz immer wieder dazu führten, dass Unschuldige zum Tod verurteilt würden. Nach einer internen Diskussion im Vorfeld der Abstimmung zeigten sich verschiedene Demokraten dann aber besorgt darüber, dass eine öffentliche Debatte über den Aufschub von Exekutionen der Partei mehr schaden als nützen könnte, weil dadurch einzelne Abgeordnete exponiert würden.
Kein Politiker in den USA, der im Rampenlicht steht, kann es sich leisten, von seinen Gegnern als lascher und zögerlicher Strafvollstrecker hingestellt zu werden.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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