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05.11.2006 | Reaktion auf das Todesurteil gegen Saddam

Das Todesurteil gegen den früheren irakischen Machthaber Saddam Hussein ist weltweit unterschiedlich aufgenommen worden. Reaktionen reichten von Zustimmung bis Kritik. Die US-Regierung sprach von einem großen Tag für die Iraker. Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki erklärte, das Urteil sei eine 'Lektion für alle Verbrecher und Terroristen'. Kritik äußerten Menschenrechtsorganisationen und der Vatikan. Die EU nahm das Urteil 'zur Kenntnis'. Die finnische Ratspräsidentschaft unterstrich jedoch, dass die EU die Todesstrafe ablehne. Die UNO- Menschenrechtskommission appellierte an die irakischen Behörden, die Vollstreckung des Urteils auszusetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte wie auch Balkenende und Spaniens Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero die grundsätzliche Ablehnung der Todesstrafe. Merkel unterstrich zugleich die Notwendigkeit einer gerichtlichen Aufarbeitung der Saddam-Ära.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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