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27.02.2006 | Südkorea erwägt Abschaffung der Todesstrafe

Wie das Justizministerium Anfang letzter Woche verlauten ließ, strebt Südkorea eine Reform des Justizsystems im Einklang mit den Menschenrechten an. Die Todesstrafe soll durch lebenslängliche Haft ohne Begnadigungsmöglichkeit ersetzt werden. Das Ministerium gab eine Studie in Auftrag, die untersuchen soll, wie sich eine Abschaffung der Todesstrafe auf.die Gesellschaft und die Kriminalitätsrate auswirken würde.

Südkorea hat die letzte Hinrichtung 1997 durchgeführt. In diesem Jahr wurden insgesamt 23 Menschen durch den Strang hingerichtet. Gegenwärtig befinden sich in Südkorea noch 60 Personen im Todestrakt Nachdem im Jahre 1998 der Friedensnobelpreisträger Kim Dae-jung Präsident wurde, wurden keine Hinrichtungen mehr durchgeführt. Kim Dae-jung war als Oppositionspolitiker 1980 während der Militärdikatatur aus politischen Gründen selbst zum Tode verurteilt und nur aufgrund starker internationaler Proteste zu einer Haftstrafe begnadigt worden.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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